Sanierung des Gipfelkreuzes im Tal wegen Stickerbergen am Wahrzeichen@(zwischenHeadlineTag)>
Das goldene Gipfelkreuz auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2962 m), wird in Kürze abgebaut und einer gründlichen Restaurierung unterzogen. Die Betreiber der Bayrischen Zugspitzbahn begründen den Schritt mit den massiven Beschädigungen durch Aufkleber.
Im Laufe der Jahre haben Besucher unzählige Aufkleber auf dem Kreuz angebracht. Schicht um Schicht entstanden regelrechte" Jahresringe". Die Klebstoffe greifen die Oberfläche des Metalls an und beeinträchtigen die Struktur. Am 10. November wird das Kreuz mit einem Helikopter ins Tal geflogen und in einer Werkstatt der Kunstschmiede erneut vergoldet, geschliffen und von Aufklebern befreit. Anschließend erfolgt noch vor Beginn der Wintersaison der Rücktransport auf den Gipfel.
Alternative für Sticker-Fans@(zwischenHeadlineTag)>
Seit Juli diesen Jahres ist ein zweites Kreuz in der Bergstation der Zugspitzbahn installiert, das Besuchern als Fotofläche und Sticker-Platz dienen soll. Ziel ist es, das Originalkreuz zu schonen und das Risiko gefährlicher Situationen am Gipfel zu senken.


10 Kommentare
Kommentar schreibenWenn die Natur, religiöse Symbole und Werte bei so vielen Leuten keinen Respekt mehr finden, sehen und ernten wir die Folgen. Mehr Verstand, gegenseitigen Respekt und Rücksicht, wo und wer kümmert sich ? Dieter
@Uli - ich vermute, Ihr Beitrag ist der Ironie geschuldet, oder? Wenn nicht, versuchen Sie, wie ich es tat, beim Anblick eines Aufklebers "Sankt Pauli" versehen mit Totenkopf, auf einem Kreuz, nachzuvollziehen, wie ein erwachsener Mensch dazu kommt, a) solche Teile mit sich im Gebirge herumzutragen und b) diese Bildchen auf Metallteile aus irgendeinem mir unbekannten Drang aufkleben muß. Sie können natürlich jetzt argumentieren, was richtig ist, daß auch das Außergewöhnliche seine Berechtigung hat, aber ich fühle mich in dem Fall als "Spießer" immer peinlich berührt.
@Josef - leider ist dem nicht so, diese Aufkleber wie "Hooligans Bielefeld, Frankfurt etc." findet man auch auf anderen Bergen, wenn auch nicht so vermehrt wie auf der Zugspitze, wobei das dortige Kreuz eher nicht so verschandelt wäre, würden die Bergtouristen (wie sie diese Leute fälschlicherweise nennen) dort "hochrennen" müssen, was die Mehrheit der Leute am KReuz wohl nicht macht.
Summarum - vielleicht wäre es angebracht, obwohl ich nicht begeistert bin, für alles Gesetze zu machen, wie bei Graffiti den Täter in diesem Fall etwas für die Bergwacht spenden und den Aufkleber mit den eigenen Fingern entfernen zu lassen, Bruno
Juhu Platz für neue Aufkleber
@Kempfi: Das Ding wiegt 300 kg. Der Zugang zum Kreuz ist ein kurzer Klettersteig. Man könnte mit der Bahn einen zerlegten Kran hochschaffen, auf der gesperrten Gipfelplattform aufbauen, und dann... . Sehen Sie selber, oder?
"...und in einer Werkstatt der Kunstschmiede erneut vergoldet, geschliffen und von Aufklebern befreit".
Hoffentlich nicht in dieser Reihenfolge!
Stimme dem voll zu! Dieser Drang, sich überall "verewigen" zu müssen:einfach nur ekelhaft und primitiv!
Bemerkenswert, dass das Kreuz geflogen wird und nicht mit der Bahn runter Transport wird. Die Hintergründe für diese Entscheidung wären interessant.
Bin sehr froh, dass sich all diese verhaltensauffälligen Bergtouristen hauptsächlich auf der Zugspitze und an irgendwelchen Insta-Spots tummeln. Dann sind sie wenigstens alle zusammen und nerven nicht verteilt über viele Berge.
Rennts alle zur Zugspitze, da passts hin. Der Berggipfel ist eh verschandelt.
Aus der Erfahrung heraus wird es nicht lange dauern, bis die ersten Aufkleber angebracht werden!
Diese Erscheinung trifft man leider nicht nur an der Zugspitze an. Auch andere Gipfelkreuze sind vor allem von Fans von Klubs balltretender Millionäre verunstaltet. Natürlich ist es schön, wenn auch diese ab und wann sich anderweitig Bewegung verschaffen, aber die Sticker können sie auch zu Hause lassen oder auf die Betonburgen ihrer Helden aufkleben. Das gilt auch für Angehörige der unterschiedlichsten Parteien und Religionsgemeinschaften, die teilweise krude Sprüche dort hinkleben (und ich sie schon teilweise entfernte und dorthin brachte, wo sie hingehören). Sehr unschön zu sehen, also liebe Bergkameraden, lasst das Zeugs zu Hause. Danke, Bruno