Die sieben höchsten Hütten der Alpenländer
Die Mönchsjochhütte (3656 m) ist die höchstgelegene bewirtschaftete Schutzhütte, die vollständig auf Schweizer Boden steht. Sie liegt mitten im UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Erbaut wurde die Hütte 1979 und seither mehrfach angepasst, da sich der umliegende Gletscher seit ihrer Errichtung stark zurückgezogen hat.
Das Haus, das mittlerweile einer Genossenschaft gehört, ist vergleichsweise leicht erreichbar: Vom Jungfraujoch führt ein gut markierter Weg in rund einer Stunde zur Hütte. Beliebt ist die Mönchsjochhütte vor allem als Ausgangspunkt für Hochtouren auf die Gipfel des berühmten Dreigestirns aus Eiger (3967 m), Mönch (4110 m) und Jungfrau (4158 m).
Die Capanna Regina Margherita (4554 m) ist ein echter Superlativ, denn sie ist die höchstgelegene bewirtschaftete Hütte Italiens, der Alpen und ganz Europas. Errichtet auf der Signalkuppe im Monte-Rosa-Massiv, wurde sie 1893 eröffnet.
Bis heute beherbergt die Hütte eine wissenschaftliche Forschungsstation. Umgeben ist sie von einer der eindrucksvollsten Viertausenderkulissen der Alpen: Dufourspitze, Liskamm, Zumsteinspitze und zahlreiche weitere Gipfel liegen im unmittelbaren Blickfeld.
Die Triglav-Hütte (2515 m), auch Kredarica-Hütte genannt, liegt am höchsten Berg Sloweniens, dem Triglav (2864 m). Die erste Hütte im Herzen der Julischen Alpen wurde bereits 1896 eröffnet und befindet sich nur rund 300 Höhenmeter unterhalb des Gipfels.
In der Sommersaison 2026 ist die Hütte vom 10. Juni bis zum 30. September geöffnet. Darüber hinaus dient sie als höchstgelegene Wetterstation Sloweniens und spielt eine wichtige Rolle für die meteorologische Beobachtung im Alpenraum.
Das Refuge du Goûter (3819 m) liegt am Normalweg auf den höchsten Berg der Alpen, den Mont Blanc (4808 m). Die ultramoderne Hütte ist die wichtigste Zwischenstation auf dem Weg zum Gipfel. Der futuristische Neubau, der an ein UFO erinnert, wurde speziell für die extremen Bedingungen im Hochgebirge konzipiert.
Er hält starken Windgeschwindigkeiten ebenso stand wie den Herausforderungen der fortschreitenden Permafrostschmelze. Spektakulär thront das Refuge über dem Grand Couloir, einer der objektiv gefährlichsten Passagen auf der Normalroute zum Mont Blanc.
Das Münchner Haus (2962 m) direkt am Gipfel der Zugspitze ist die höchstgelegene Hütte Deutschlands. Erbaut wurde es Ende des 19. Jahrhunderts als alpine Forschungs- und Stützstation. Heute ist das Haus stark vom Seilbahntourismus geprägt.
Nur selten gelingt es Bergsteigern, einen der wenigen begehrten Schlafplätze zu ergattern. Dabei sind insbesondere Sonnenauf- und Sonnenuntergänge auf dem "Top of Germany" ein besonderes Erlebnis – nicht nur für Alpinisten, die über den berühmten Jubiläumsgrat unterwegs sind.
Die "Adlersruhe" (3454 m), offiziell Erzherzog-Johann-Hütte genannt, ist das höchstgelegene Schutzhaus Österreichs. Sie befindet sich am Südostgrat des Großglockners (3798 m) und zählt zu den bekanntesten alpinen Stützpunkten der Ostalpen. Die Hütte wurde 1880 eröffnet und gehört damit zu den historisch bedeutendsten Schutzhäusern im Alpenraum. Bis heute dient sie als wichtige Basis und Unterkunft für Bergsteiger auf dem Weg zum höchsten Gipfel Österreichs.
Die Pfälzerhütte (2108 m) ist das höchstgelegene Berghaus Liechtensteins. Auf dem Bettlerjoch unterhalb des 2570 Meter hohen Naafkopfs gelegen, thront sie förmlich "über den Dingen" und bietet einen beeindruckenden Blick auf die Bergwelt des Rätikons.
Die Hütte wurde 1928 eröffnet und ist bis heute ein wichtiger Stützpunkt für Wanderer und Bergsteiger. Seit 1964 teilen sich Liechtenstein und die deutsche Pfalz die Nutzungsrechte an der Hütte. Auch deshalb blieb der historische Name ihrer Erbauer bis heute erhalten.






