Mehrseillängen sichern: Wann welche Sicherungsmethode sinnvoll ist
Mehrseillängen sichern: Körpersicherung, Fixpunkt, Tube oder Halbautomat – wann eignet sich welche Methode?

- Standplatzsicherung in Mehrseillängen: Die richtige Methode wählen
- Tube in Mehrseillängen: Wann sich das Sicherungsgerät wirklich lohnt
- Körpersicherung in Mehrseillängen: Vorteile, Risiken und Grenzen
- Halbautomaten in Mehrseillängen: Wann sie sinnvoll sind – und wann nicht
- Bremsassistenten in Mehrseillängen: Chance oder Risiko?
- ALPIN Ausrüstungstipps: Das richtige Equipment fürs Klettern
- 1. Edelrid Ohmega
- 2. Arc’teryx Lythos SL
- 3. Totem Klemmgerät
Standplatzsicherung in Mehrseillängen: Die richtige Methode wählen
Eine typische Szene aus einem Klettervideo: Die Protagonistin bouldert eine sauschwere Stelle in steiler Wand aus, ihr Partner sichert am Stand mit Grigri am Körper. Als sie fällt, beutelt es ihn gewaltig an den Fels – aber das Grigri hält ja.
Sichern am Körper statt am Fixpunkt, mit Halbautomat oder Tube, mit Einfachseil oder in Doppelseil- statt Zwillingsseiltechnik: Es gibt viele Optionen auch für das Sichern in MSL-Routen, bis hin zu den neuen "Bremsassistenten".
In bestimmten Situationen können sie Vorteile bieten. Immer bestehen Risiken und Nebenwirkungen, die man kennen sollte, um verantwortungsvoll das situativ günstigste Setting anzuwenden. Die Grundstruktur von Standplatzbau und Seilschaftsmanagement bleibt dabei weitgehend die gleiche wie im ersten Beitrag.
Tube in Mehrseillängen: Wann sich das Sicherungsgerät wirklich lohnt
Beginnen wir mit der komplexesten Situation. Sichern mit dem Tube ist heute nur notwendig, wenn man in Doppelseiltechnik klettern will, um durch getrennte Führung der Seilstränge Reibung und Sturzkräfte zu reduzieren, etwa wenn man an Normalhaken oder mobilen Sicherungsmitteln klettert.
Wer den Tuber wie beim Sportklettern für mehr Dynamik und ein weicheres Bremsen verwenden möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass mit dünnen Seilen und vor allem bei Doppelseiltechnik das Halten eines großen Sturzes schwierig werden kann – und ohne Handschuhe schmerzhaft.
Ein notorisches Problem bei Tubern ist der Start vom Stand: Ist der Tuber im Fixpunkt oder am Körper eingehängt, laufen die Seile bei Sturz parallel im Gerät, ohne Bremswirkung. Man muss einen "Knick" ins System bringen.

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