Die 8000er als Nachbarn: Trailrunning in Nepal
Majestätische Gipfel und abgelegene Täler: Im Himalaja mangelt es nicht an spektakulären Aussichten und anspruchsvollen Routen. In elf Tagen mit einer Trailrunning-Gruppe durch die Everest-Region.

In elf Tagen mit einer Trailrunning-Gruppe durch die Everest-Region@(zwischenHeadlineTag)>
Vier Sekunden einatmen, kurz die Luft anhalten, vier Sekunden ausatmen. Diese Atemübung soll beruhigen. Während des Fluges drücke ich die Hand meines Sitznachbarn, den ich erst seit einem Tag kenne. Das Wetter ist zum Glück gut, über den Wolken blitzen die schneebedeckten Gipfel des Himalaja hervor und lenken vom wackeligen Flug ab. Ich sitze in einem kleinen Propellerflugzeug von Kathmandu in Richtung Lukla.
Der mit Tape an der Wand montierte Verbandkasten sieht nicht sonderlich vertrauenserweckend aus und generell entspricht die kleine Maschine nicht zwingend den europäischen Standards, die man von zu Hause kennt. Die Atemübungen wiederhole ich so lange, bis die Piloten die kleine Maschine mit ihren 16 Insassen eine halbe Stunde später sicher auf dem Flughafen landen. Noch einmal tief durchatmen, die schwitzigen Hände an der Hose trocknen, es ist geschafft. Wir sind da!
Sehnsuchtsort Mount Everest @(zwischenHeadlineTag)>
Das kleine Örtchen Lukla ist das Tor zum Sagarmatha-Nationalpark und Ausgangspunkt einer jeden Reise gen Mount Everest. Der Tenzing-Hillary-Airport wird gerne als der gefährlichste der Welt bezeichnet. Sieht man sich die nicht einmal 530 Meter lange Landebahn an, weiß man auch, warum.
Auf der einen Seite eine steile Schlucht, auf der anderen Seite eine Felswand. Start und Landung gehen hier nur bei gutem Wetter. Nicht selten stranden Touristen in Lukla, weil der Flughafen aufgrund der schlechten Wetterbedingungen geschlossen wird.
Diejenigen, die einen der vielen Gipfel in der Region nicht in wochenlangen Expeditionen zu besteigen versuchen, wollen ihnen so nah wie nur möglich kommen. Der Sehnsuchtsort der meisten Wanderer hier ist natürlich der Mount Everest. Die Trekkingroute „Three Passes“ führt in zehn bis 14 Tagen durch das Khumbu-Tal bis zum Everest Base Camp auf 5364 Metern Höhe.

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