Naturstein trifft ­Urgestein

Klostertaler Umwelthütte: Warum diese Hütte fast nie gebaut worden wäre

Jahrelang wurde um ihren Bau gestritten, zeitweise blieb nur eine Bauruine zurück. Heute ist die Klostertaler Umwelthütte in der Silvretta ein besonderes Refugium – und ein Stück Alpenvereinsgeschichte.

Klostertaler Umwelthütte: Zankapfel mit Happy-End
© Mauritius

Von der Bauruine zur Selbstversorgerhütte

Eine weitere Alpenvereinshütte, in der mit teils großen Berghäusern bereits dicht erschlossenen Silvretta? Der Neubau im naturbelassenen Klostertal verursachte in den 1970er- und 80er-Jahren einen derartigen Shitstorm, dass fast kein Stein auf dem anderen blieb. Die Folge: Das von der Sektion Wies­baden 1970 begonnene und von der Sektion Stuttgart übernommene Projekt war als Bauruine vielen Sommergewittern und ­Winterstürmen ausgesetzt.

Schließlich wurde ein Kompromiss ausgehandelt, mit dem alle Seiten leben konnten. Anstelle einer weiteren – wie ursprünglich geplant – bewirteten Alpenvereinshütte wurde die ­Klostertaler Umwelthütte im Jahr 1993 als Selbstversorgerhütte und Bergrettungsstützpunkt eingeweiht. Sie setzte damals das Endzeichen für die Erschließung der Alpen mit Unterkunftshütten durch den DAV.

Weiterlesen mit ALPIN+

Text von Michael Pröttel

0 Kommentare

Kommentar schreiben