Skitourenstützpunkt Pforzheimer Hütte: Lässige 15 Ski-3000er
Im Sellrain, einem der beliebtesten Skitourengebiete Tirols, gibt es mit dem Gleirschtal eine erstaunlich ruhige Ecke. Eigentlich überraschend, denn hier locken Touren für mehr als eine Woche und mit der Pforzheimer Hütte ein überaus empfehlenswerter Stützpunkt.

Tourenstützpunkt im Sellrain: Die Pforzheimer Hütte@(zwischenHeadlineTag)>
Hinweis: Unsere Tourenreportage stammt aus dem Jahr 2021. Seitdem gab es auf der Hütte einen Pächterwechsel. Mittlerweile sorgen Nora Rosche und Sarah Doleski mit ihrem Team für die Versorgung der Gäste. Am freundlichen Empfang, leckerem Essen und den vielfältigen Tourenmöglichkeiten rund um die Hütte hat sich aber nichts verändert.
Das Leben kann so einfach sein. Sonja Prepstl etwa war immer schon gerne in den Bergen unterwegs und lernte dabei die eine oder andere Hütte kennen. "Die hatten immer so eine eigene, lässige Atmosphäre", erzählt die gelernte Köchin, "im Tal oder in der Stadt ging es beim Kochen immer viel strenger zu." Und so reifte die Idee, ihren Arbeitsplatz in die Berge zu verlegen.
"Draußen hast du das schöne Panorama und die frische Luft", so die Hoffnung, "und du bist in einem netten Team." Im Winter 2014 konnte sie ihren Traum schließlich bei Ingrid Penz, der langjährigen Pächterin der Pforzheimer Hütte, verwirklichen.
"Das hat mir so getaugt", blickt sie glücklich zurück auf ihre erste Saison, "und da habe ich mir gedacht, ja, das passt, dann komme ich halt im Sommer wieder – und dann im Winter und dann wieder im Sommer." Mit Florian Mader hat sie zum Glück einen Freund, der ihre Leidenschaft für das Hüttenleben teilt. Dass die Arbeit auf einer Hütte zwar lässig sein kann, aber nicht immer ein Zuckerschlecken ist, das wissen die beiden natürlich.

Tradition: Seit 1926 empfängt die Hütte der Sektion Pforzheim im Gleirschtal ihre Gäste.
Der 27-Jährige lernte im Winter 2014 auf einer Skitour zur Pforzheimer Hütte Sonja kennen und sammelte im darauffolgenden Sommer auf der Bremer Hütte seine erste Hüttenerfahrung. Aufgrund eines tragischen Lawinenunfalls, bei dem ein Kollege von Sonja ums Leben kam, sprang Florian im Winter 2015 auf der Pforzheimer Hütte kurzfristig als Helfer ein. Das Miteinander funktionierte gut und so absolvierten die beiden im Sommer 2017 auf dem Ramolhaus ihre Generalprobe als verantwortliche Hüttenwirte. Nach dem überraschenden Abgang von Ingrid Penz kehrten die beiden aber schon im Sommer 2018 zurück auf die Pforzheimer Hütte – diesmal als Pächter.
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