Auch dieses Bild ist am Te Araroa Trail in Neuseeland entstanden. Während viele Einsendungen den Zusammenhang zu einem Fernwanderweg nicht erkennen ließen, wird dieser hier durch den vollgepackten Ruckack sehr deutlich. Gelungen finde ich auch die Körperstellung des Wanderers, der genau im richtigen Moment seines Bewegungsablaufes abgelichtet wurde.
Ein dokumentarischpes Bild mit Aufmerksamkeitswert. Der schwer beladene Träger im Khumbu-Gebiet in Nepal zieht nicht nur die Blicke der Trekkerin auf sich, sondern bringt auch den Bildbetrachter zum Nachdenken über den Aufwand, der nötig ist, um in der Herbstsaison Tausende Wanderer, die zum Evererst-Basecamp unterwegs sind, mit Essen, Matratzen, Gas und Getränken zu versorgen.
Der Padjelantaleden ist ein 160 km langer Wanderweg in Schwedisch-Lappland. Der Fotograf hat sich gut positioniert, hat er nicht nur den Wanderer an der richtigen Stelle zwischen den Schatten eingefangen, sondern durch seine Position auch einen gelungenen Bildaufbau erreicht. Wieder spielt hierbei die Diagonale eine Rolle, entlang dieser der Wanderer quer durch das Bild unterwegs ist.
“Fast geschafft“ schreibt die Fotografin zu ihrem Bild, das in Lappland kurz vor Abisko an einem Fluss entstand. Es kommt ganz ohne Protagonisten aus, zwei Rucksäcke und die Wanderstöcke genügen. Der Bildaufbau ist klassisch, teilt der Fluss das Bild doch in zwei Hälften. Eine geschlossene Blende sorgte für durchgehende Schärfe. Für ein solch dokumentarisches Bild ist auch kein besonderes Licht nötig.
„2022 haben wir uns unseren Lebenstraum erfüllt und sind den Te Araroa Trail in Neuseeland gewandert….die besten 100 Tage unsers Lebens!!!“ Diese Sätze begleiten das Siegerbild, das am besten von der Faszination des Fernwanderns erzählt. Dazu trägt der prallvolle Rucksack genauso bei wie der Verlauf des Naturpfads zwischen Wanaka und Queenstown auf der Südinsel. Interessantes Licht und dunkle Wolken bringen die Landschaft sehr gut zur Geltung.