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Ueli Steck: Stationen einer einmaligen Karriere
Ueli Steck wurde am 04.10.1976 geboren. Der gelernte Zimmermann galt als einer der weltbesten Solokletterer und Speedbergsteiger. Für seine alpinistischen Leistungen wurde er u.a. mit dem Eiger Award (2008) und dem Piolet d’Or (2009, 2014) geehrt.
Der Mann mit der Uhr: 2008 stellte Ueli in in 2 Stunden 21 Minuten einen Speed-Rekord an den Grandes Jorasses auf, 2009 in 1 Stunde 56 Minuten am Matterhorn.
Ueli Stecks Speedrekord in der Route der Erstbesteiger an hohen Eiger-Nordwand von 2008 galt als nahezu unschlagbar. Am 13. Februar 2008 stieg "The Swiss Machine" in zwei Stunden 47 Minuten und 33 Sekunden durch die Heckmair-Route zum höchsten Punkt des Berges. Dennoch gelang es Dani Arnold Ueli Stecks Zeit am 20. April 2011 mit zwei Stunden und 28 Minuten um 20 Minuten zu unterbieten.
Im November 2015 holte sich Steck den Rekord zurück. In unfassbaren zwei Stunden 22 Minuten und 50 Sekunden sprintete er durch die Nordwand.
2013 durchstieg Ueli Steck die über 2300 Meter hohe Südwand der Annapurna als erster Alpinist im Alleingang. Für Auf- und Abstieg hatte der der Schweizer nach eigenen Angaben gerade einmal 28 Stunden benötigt. Da er die Durchsteigung nicht dokumentieren konnte, wird sie bis heute von einigen Kritikern angezweifelt.
Mit Gasherbrum II, Shisha Pangma, Cho Oyu, Mount Everest und Annapurna hatte Ueli Steck fünf Achttausender auf zum Teil außergewöhnliche Weise, oft sehr schnell und ohne künstlichen Sauerstoff bestiegen.
Zu seinen Hobbys zählte Ueli Steck die regelmässige Teilnahme an Marathons und Ultra-Trailläufen. Steck war auch Event-Botschafter des Eiger Ultra Trail.
Im Sommer 2015 bestieg "The swiss machine" innerhalb von nur 62 Tagen alle 82 Viertausender der Alpen!
Steck war auch immer wieder mit seiner Frau Nicole in den Bergen unterwegs, wie hier 2015 am Hinteren Fiescherhorn. Kinder, so der Schweizer in einem Interview, würde er sich allerdings nicht "zutrauen".
David Göttler und Ueli Steck scheiterten 2016, eine neue Route in der Südwand der Shishapangma (8027m) zu eröffnen. Kleine Sensation am Rande: Die beiden Profialpinisten waren im Verlauf der Expedition auf die sterblichen Überreste des US-Spitzenalpinisten Alex Lowe gestoßen.
Training für den nächsten alpinistischen Meilenstein: Im Mai 2017 wollte Steck die Überschreitung von Everest (8848m) und Lhotse (8516m) wagen - natürlich ohne die Hilfe von künstlichem Sauerstoff.
Am 30. April 2017 kam Ueli Steck bei einer Solo-Akklimatisationstour am Nuptse (7861m) ums Leben. Der Leichnam des 40-Jährigen wurde von einem Rettungsteam auf ca. 5600 Meter gefunden.
Stecks sterbliche Überreste wurden mit dem Helikopter nach Kathmandu geflogen und dort ins Teaching Hospital überführt.













