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Schritt für Schritt: Der Kraxengrat
Obwohl mit Schwierigkeiten von maximal IV– bewertet und mit modernen Bohrhaken abgesichert, erfordert die Tour außer hervorragender Kondition auch ein gutes Maß an alpiner Erfahrung und Orientierungssinn. Auf dem ausgesetzten Grat unbedingt auf stabiles Wetter achten – ein Rückzug durch Abseilen ist aufgrund des Steinschlags sehr gefährlich!
Auf dem Rad Richtung Jägerwirt haben wir neben Treffauer und Sonneck schon die Kopfkraxe fest im Blick.
Vom Rad-Depot am Ende der Forststraße ist es nur ein Katzensprung zur Wegscheid-Hochalm.
Am Wasserfall können zum letzten Mal die Flaschen aufgefüllt werden, bevor es ins Schneekar hinaufgeht.
Durch eine steile Rinne mit leichten IIer-Passagen geht es hinauf zum ersten Haken an einer kleinen Grasfläche.
Ab hier klettern wir durch eine steile Rinne zwischen zwei markanten Felsen.
Der "Bohrhaken auf der Felsinsel" versteckt sich an einem Felsblock etwas links des Grasbuckels.
Nach den Schrofen folgen wir nicht dem Geröllfeld, sondern queren nach links zum Stand am Grat.
Hier beginnt der kaiserliche Fels der Kopfkraxe: abwechslungsreiche Kletterbewegungen am ausgesetzten Grat.
Immer wieder müssen kurze Schrofen gequert werden und schon geht es wieder in rauen Kalk.
Am teils messerscharfen Grat hoch über dem Schneekar sind Gleichgewicht und Nerven gefragt.
Im Wechsel klettern und gehen wir am scharfen Grat, ohne uns von den Tiefblicken ablenken zu lassen.
Kurze Kletterpassagen in bestem Fels sorgen immer wieder für Abwechslung.
Am Wandbuch haben wir noch die alpinen, mit Schlaghaken gesicherten Seillängen vor uns.
Im Auf und Ab geht es am Grat entlang, der sich hier noch ganz schön in die Länge zieht.
Immer wieder umgehen wir kleine Felstürmchen – von hier genießt man schaurig-schöne Tiefblicke.
Je näher wir dem Gipfel kommen, desto mehr Graspolster mischen sich zwischen die Felsen.
Auf den letzten Metern am scharfen Grat ist noch einmal Konzentration gefragt.
Am Gipfel können wir uns über ein tolles Erlebnis freuen, die Kopfkraxe ist ein wahrer Schatz.
Traumaussicht beim Abstieg: Hinter dem Kamm der Hackenköpfe mitsamt Scheffauer lugt der Hintersteiner See hervor.




















