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Kaltenbrunner am K2
Gerlinde Kaltenbrunner und David Göttler wollten im Juli einen Gipfelversuch am K2 wagen.
Kurz nachdem Gerlinde Kaltenbrunner mit ihrem Begleiter David Göttler in Pakistan angekommen waren, entging sie nur knapp einem Unfall. Noch kurz vorher war sie selbst in dem verunglückten Jeep gesessen.
Über die Cesen-Route brachen die beiden Alpinisten zur ersten Akklimatisationstour auf. Drei Nächte wollten sie am Berg verbringen: die erste auf ca. 5850 m, die zweite und dritte Nacht auf 6350 m.
Beide Lagerplätze auf der Tour sind sicher vor Steinschlag und Lawinen, klein und sehr ausgesetzt. Hier der 1. Lagerplatz auf 5850 m.
Kaltenbrunner auf der ersten Akklimatisationstour: "Wir beide waren die Einzigen dort oben und einmal mehr spürte ich, wie großartig und respekteinflößend, wie kräftezehrend und gleichzeitig Energie spendend diese Bergwelt ist."
Kaltenbrunners deutscher Begleiter David Göttler ist nicht nur Spitzenbergsteiger, sondern auch Kameramann.
Bei der zweiten Akklimatisationstour ging es bis auf 7100 m hinauf.
Bei der Ankunft am Platz von Lager II blies ein eisiger Wind und beide spürten die Anstrengungen des Aufstiegs.
Trotz der starken Auskühlung schafften es die beiden Extrembergsteiger in einer kleinen Felsnische das Zelt aufzubauen. Kaltenbrunner: "Ein unglaublich eindrucksvoller Platz, von wo aus wir bis ins Basislager sehen konnten, sofern es die Sicht zuließ."
An diesem sehr ausgesetzten Felskopf verbrachten Kaltenbrunner und Göttler die letzte Nacht vor dem Abstieg zurück ins Basislager. Dort bereiten sie sich derzeit auf den Gipfelversuch vor.
Ralf, Gerlinde, David, Franz, Serge und Andreas im Basecamp
Der K2 gilt als schwierigster Achttausender der Welt. Seit der Erstbesteigung durch die Italiener Achille Compagnoni und Lino Lacedelli am 31. Juli 1954 standen "nur" 296 Bergsteiger auf dem Gipfel (8611 m), nicht weniger als 78 Menschen kamen bei dem Versuch ums Leben.
Am 22.07. um 4:30 sitzen Gerlinde Kaltenbrunner, David Göttler, Fabrizio Zangrili beim Frühstück, das die Küchenmannschaft liebevoll hergerichtet hatte. Die Stimmung war erwartungsvoll wegen des Schneetreibens draußen.
Zum Abschied standen alle im Schneetreiben vor dem Küchenzelt.
Gerlinde, David und Fabrizzio wurden von allen nochmal heftig umarmt - dann ging es im Schein der Stirnlampen bei Einbruch der Dämmerung los zum Einstieg der Cesen-Route.
... den großen Serac und den darunterliegenden Flaschenhals.
Zunächst lief alles halbwegs nach Plan, doch dann fielen David Göttler und Gerlinde Kaltenbrunner aufgrund der schwierigen Bedingungen (starker Wind, Neuschnee) und einer notwendig gewordenen Routenänderung derart hinter ihren Zeitplan zurück, dass sie sich am 26.07. etwa 300 Höhenmeter unter dem Gipfel (8611m) zum Abstieg entschlossen.
Am 30.07. trafen sich alle Verantwortlichen der am K2 verbliebenen Expeditionen, um eine gemeinsame Strategie für die Bbesteigung des Berges zu entwerfen. Gerlinde Kaltenbrunner entschloss sich, zunächst über die Cesen-Route zur Schulter des K2 aufzusteigen, sich dort mit zwei kasachischen und einem russischen Bergsteiger zusammenzutun und weiter Richtung Gipfel zu steigen. Allein - es sollte wieder nicht sein. Am 04.08. gegen nachmitag entschloss sich die 38-Jährige wegen des brusthohen Schwimmschnees und dem damit verbundenen langsamen Fortkommen wie alle anderen Gipfelaspiranten zum Abstieg. Damit scheiterte die Österreichering bereits zum dritten Mal am K2 und ist ihrem Ziel, als erste Frau der Welt auf allen 14 8000ern gestanden zu haben, vorerst nicht näher gekommen.
























