Gamaschen sind ein völlig unterschätzter, aber äußerst nützliches Ausrüstungsteil auf Hochtour, beim Schneeschuh gehen und beim Wandern. Sie verhindern, dass Schmutz, Schnee, Geröll oder Feuchtigkeit in den Schuh eindringen. Besonders bei Wanderungen durch nasses Gras, tiefen Schnee oder Geröllfelder bieten sie zuverlässigen Schutz und halten die Füße trocken. Worauf ihr beim Kauf eurer nächsten Gamaschen achten solltet, verraten wir euch hier!
Ganz wichtig ist die Form von Gamaschen. Sie müssen so schlank wie möglich sein, gleichzeitig sollten sie aber so weit sein, dass sie auch über feste Bergschuhe passen. Elastische Materialien oder geraffte Nähte helfen, diesen Spagat zu schaffen.
Aus den Schuhen wird viel Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf gepumpt (bei jedem Schritt). Diese Feuchtigkeit muss entweichen können. Mit einer Gamasche verschließt man den "natürlichen Abfluss". Deshalb sollte man Gamaschen nur tragen, wenn es auch nötig ist. Für den längeren Gebrauch von Gamaschen (auf Hochtouren etc.) ist es außerdem ratsam, Gamaschen aus wasserdampfdurchlässigem Material zu benutzen. Wer Gamaschen nur mal für eine Stunde trägt, kann auch zu preisgünstigeren Modellen aus dichtem Material greifen.
Der Riemen unter der Sohle ist dafür da, das Hochrutschen der Gamasche wirkungsvoll zu verhindern. Da nicht immer nur auf Schnee gegangen wird, muss der Riemen sehr stabil und langlebig sein. Idealerweise lässt er sich auswechseln, wenn er durchgetreten ist. Voraussetzung dazu ist, dass er an keiner Seite angenäht ist.
Die Befestigungen der Riemen sollten so schmal und flach wie möglich sein. Sonst passiert es, dass man immer wieder hängen bleibt. Das kann zu Stolperern führen, die im Extremfall lebensgefährlich sein können. Ach ja: Die Längenverstellungen der Riemen gehören nach außen, aus den oben aufgeführten Gründen.
Ob Klett- oder Reißverschluss: beides hat Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass der Verschluss zuverlässig schließt und sich auch bei Bruchharsch oder ähnlichen Bedingungen nicht von alleine öffnet.