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Schritt für Schritt: Wilde Leck
Wegfindung? Für Verschlafene auch ohne Schild kein Problem: Es ist egal, ob man links oder rechts geht!
Hei, mi leckst …
Der Schrankogel (3497 m) ist höher als die Wilde Leck, aber im bergsteigerischen Anspruch viel fader.
Der Sulztalferner ist zwar flach und – bei guten Verhältnissen – unproblematisch zu begehen, aber ein Gletscher!
Abzweig (2860 m) auf den westl. Gletscherarm. Weglos mit wenigen Markierungen über Eis & Blockwerk hinauf.
Frühstücksund Anseilpause im Blockgelände. Hier auch Materialdepot bis zur Rückkehr über den Gletscher. Es beginnt die Suche nach der besten Route zum Ostgrat.
Endlich erreicht man von links herauf kommend den Grat. Spürsinn im Ier- und IIer-Bruchgelände ist gefragt. Dafür ist der Rest der Route umso klarer!
Da kommt Freude auf ! Noch geht’s seilfrei. Wer kann, genießt die Aussicht auf Schrankogel, Schwarzenbergspitze, Daunkopf und die Gletscher.
Rückblick: Der kleine Gendarm machte den Ostgrat legendär – mit Kletterer ziert er sogar Buch-Titel!
Seil weg: Krabbelgelände mit Tiefblick! Wer will, weicht in die Platten aus und kommt später zum Grat zurück.
Felsfinger zeigen, wo’s langgeht: Die Kletterei wird immer besser, je höher man kommt – griffig, steil und eindeutig.
Kantenhangeln par Excellence. Einer der besten Abschnitte des Ostgrats. Rechts pfeift’s runter, links auch. Kann es eine Steigerung geben?
Bohrhakenstand kurz vor dem Gipfel! Kein Wunder, langsam geht es an die Substanz.
Gipfelrast bei toller Rundsicht. Doch die nächste Stunde verlangt volle Konzentration! Am SW-Grat entlang, hinab in die Scharte, dann rechts hinauf zum Steinmann.
Der Steinmann hart am Abgrund oben rechts. Nordseitig des Grats hält sich lange locker-flockiger Neuschnee. Das Gehen ist nicht mehr so locker-flockig. Vereinzelte Bohrhaken geben Sicherheit.
Nach dem Steinmann über Blockgelände bergab in ein großes Joch. Jetzt kann das Seil weg, Pfeile weisen den Weg.
Nochmal steil: Der einfachste Weg hinab führt in die Rinne und ist nur bei Nässe unangenehm. Dank Markierungen und Abseilständen. Noch 15 Minuten zum Gletscher!
Am Ende zieht sich’s! Zum Materialdepot, umpacken, rasten und in 1 ½ Stunden zurück zur Hütte: Ein ausgefüllter Bergtag!

















