Steiler Zugspitz-Anstieg: Der Stopselzieher
Die Richtung des markanten Wegweisers zur Zugspitze stimmt, die Zeitangabe zur Hütte ist etwas optimistisch (eher 2 – 3 Std.).
Anfangs folgt man der steiler werdenden Skipiste unter den in der Nachmittagssonne leuchtenden Wänden des Zugspitzmassivs.
Nach einem Abzweiger geht es durch Latschen zu einer deutlichen Wegmarkierung auf einem großen Felsblock.
Hat man den ersten Latschengürtel hinter sich, steigt man auf einem Wiesenhang am Rand des Gamskars empor.
Zuletzt in steilen Serpentinen durchs Gamskar bis unter eine kleine Felswand, die man rechts umgeht …
… und so auf den Grasrücken gelangt, der zur deutlich sichtbaren Stütze 2 der Tiroler Zugspitzbahn führt, wo der Weg von Eibsee und Riffelriss einmündet.
Immer wieder neigt sich der Weg zurück und gibt tolle Tiefblicke auf den herrlich türkis schimmernden Eibsee mit seinen Inseln frei.
Seit der Stütze 2 folgen hier und da versicherte Steig-Passagen, die um die Ausläufer des Sonnspitzls herum ins Österreichische Schneekar führen, …
… wo man unvermittelt nach einer Ankündigung auf einer Felswand in 5 Min. die Wiener Neustädter Hütte erreicht.
Der Sonnenuntergang hinter dem Säuling ist am Picknickplatzerl besonders schön und still!
Nach entspanntem Frühstück um 8.00 Uhr startet der Zustieg zum Klettersteig über Geröll und Altschneereste im Kar.
Nur ein kurzes Aufwärmen bis man den Beginn des Klettersteigs erreicht.
Der Weg folgt der markanten Verschneidung durch die Südwestflanke.
Nach kurzem Warmklettern erreicht man schon die namensgebende Passage des Stopselziehers mit ihren Felsenfenstern …
… gleich gefolgt von einer luftigen Leiterpassage – beides zusammen die Schlüsselstellen des Steigs.
Nach der Leiter folgen zahlreiche unversicherte Passagen, bei denen dennoch Trittsicherheit gefragt ist – vor allem wegen Steinschlaggefahr, bis es kurz versichert weitergeht.
Vorbei an den Resten der alten Gipfelstation der Tiroler Zugspitzbahn erreicht man bald den Grenzkamm zur bayerischen Seite mit Blick auf das Zugspitzplatt.
Man folgt dem Grat bis man über eine Treppe die Gipfelplattform und das Münchner Haus erreicht – willkommen im Bahnfahrer-Trubel!
Wer den Zugspitzgipfel wirklich betreten möchte, muss mit vielen Touristen Schlange stehen. Alternativ kann man sich nach dieser herrlichen Tour …
… auch einen schnellen „Abstieg“ gönnen. Die Tiroler Zugspitzbahn bringt einen in gut zehn Minuten ins Tal, wo das verdiente Kulinarik-Programm wartet!



















