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Wissen für Bergfexe: Hütten, Hütten und noch mehr Hütten!
Die meisten Biwakschachteln in Europa findet man in Italien. 243 der Notunterkünfte verteilen sich auf Italiens Staatsgebiet.
Die Capanna Regina Margherita (Margheritahütte) auf 4554 m ist die höchste Hütte der Alpen – Wasser gibt’s nur in der Küche, die Versorgung übernehmen Hubschrauber. Sie liegt auf der Signalkuppe im Monte-Rosa-Massiv.
Die Europahütte, ehemals Landshuter Hütte, liegt auf 2693 Meter in den Zillertaler Alpen. Sie wird seit 1989 von der Sektion Landshut des Deutschen Alpenvereins und der Sektion Sterzing des Club Alpino Italiano gemeinsam bewirtschaftet. Das Besondere dieses Schutzhauses ist, dass die Landesgrenze zwischen Österreich und Italien genau durch den Gastraum verläuft. Daher wehen auf der Europahütte auch gleich vier Flaggen: die Tiroler, die bayerische, die italienische und die europäische.
588 Alpenvereinshütten gibt es in Deutschland, Österreich und Südtirol insgesamt. Davon sind 381 bewirtschaftet. Der Schweizer SAC unterhält weitere 152 Hütten, der italienische CAI 400 Hütten und der französische CAF 142 Hütten. In den slowenischen Alpen stehen 23 Schutzhütten. (Stand: 2018)
Im Bild: Die Hofpürgelhütte der Sektion Linz
2018 ist auf dem Anton-Karg-Haus im Wilden Kaiser das Pilotprojekt BUG BAG gestartet. Um Hütte und Gäste vor lästigem Bettwanzenbefall zu schützen, bekommen Übernachtungsgäste von Hüttenwirtin und Mitentwicklerin Anita Kraisser den speziell beschichteten Sack für ihr Gepäck.
Die älteste Schutzhütte der Alpen steht auf der Südostseite des Großglockner. Die allererste Salmhütte (2644 m) wurde bereits1799 erbaut, um von dort die Erstbesteigung auf Österreichs höchsten Berg zu wagen.
Aufnahme etwa aus dem Jahr 1935.
Seit 2012 betreibt die Enzianhütte Oberstdorf auf 1804 Metern die höchstgelegene Minibrauerei Europas. "Gipfelstürmer" heißt ihr selbstgebrautes Weizenbier.
304 Betten gibt es auf der größten Alpenvereinshütte, der Rappenseehütte (2091 m). Ganze 10 sind es dagegen auf der kleinsten bewirtschafteten Hütte, der Rojacherhütte (2718 m) in den Hohen Tauern.
Das Münchner Haus auf 2964 Metern ist Deutschlands höchstgelegenes Schutzhaus. Die Briefträger fahren täglich mit der Seilbahn vom Eibsee auf die Zugspitze und bringen die Post für die Gastronomiebetriebe, leeren den Briefkasten am Münchner Haus und öffnen täglich für etwa eine Stunde Deutschlands höchstgelegene Poststation.
Bis zu 50 Euro kostet eine Flugminutte mit einem Lastenhelikopter, der an die 700 Kilo Waren zur Hütte befördern kann. Im Schnitt werden 5 bis 15 Tonnen Lebensmittel pro Saison auf einer Hütte benötigt. Damit müssen Hüttenwirte Kosten in Höhe bis zu 20.000 Euro pro Jahr für Lebensmitteltransporte tragen.
In Italien heißen Schutzhütten "Rifugio" und in Frankreich "Refuge", in Slowenien "Dom" oder "Koca".
Seit 2015 gibt es die erste rein vegetarische Berghütte der Alpen. Auf der Hündeleskopfhütte (1180 m) in den Allgäuer Alpen landen statt Schnitzel, Speckbrot und Co. frische Salate, Spinatnocken und viele weitere fleischlose Gerichte auf dem Teller.











