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Peter Habeler: Bilder aus einem außergewöhnlichen Bergsteigerleben
Peter Habeler wurde am 22. Juli 1942 in Mayrhofen geboren. Schon als Kind beobachtete er die Bergführer, die mit Seilen und Eispickeln an seinem Elternhaus vorbeigingen. Für ihn stand früh fest: Diesen Beruf wollte er später selbst ergreifen.
Mit Anfang 20 hatte Peter Habeler sein erstes großes Ziel erreicht: Er wurde staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und gehörte damals zu den jüngsten Bergführern Österreichs. Später leitete er selbst die Ausbildung österreichischer Berg- und Skiführer.
Clint Eastwood, Reinhold Messner, Heidi Brühl und Peter Habeler nach der Durchsteigung der Eiger-Nordwand im Jahr 1974. Messner und Habeler hatten die Heckmair-Route damals in rund zehn Stunden bewältigt. Eastwood, der am Eiger seinen Film "The Eiger Sanction" drehte, lud die beiden anschließend zum Essen ein.
Am 10. August 1975 erreichten Peter Habeler und Reinhold Messner den 8080 Meter hohen Gasherbrum I, auch Hidden Peak genannt. Es war Habelers erster Achttausender – und die erste Besteigung eines Achttausenders im reinen Alpinstil: ohne Flaschensauerstoff, Hochträger, Fixseile und vorbereitete Hochlager.
Am 8. Mai 1978 standen Peter Habeler und Reinhold Messner auf dem Gipfel des Mount Everest. Erstmals hatten Menschen den höchsten Berg der Erde ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen. Was viele Mediziner zuvor für unmöglich gehalten hatten, wurde zu einem Meilenstein des Höhenbergsteigens.
Nach ihrer Rückkehr wurden Peter Habeler und Reinhold Messner am Flughafen München begeistert empfangen. Die erste Besteigung des Mount Everest ohne Flaschensauerstoff hatte die beiden Bergsteiger weltweit bekannt gemacht.
Peter Habeler und Michl Dacher nach der Besteigung des Nanga Parbat. Am 12. Juli 1985 erreichten sie den Gipfel über die Diamirflanke. Für Habeler war der Nanga Parbat nach Hidden Peak und Everest der dritte Achttausender.
Trotz seiner Erfolge an den höchsten Bergen der Welt verstand sich Peter Habeler stets auch als Bergführer. 1973 gründete er die Alpinschule Zillertal, später folgte in Mayrhofen die Ski- und Alpinschule Mount Everest. Seine Heimatberge blieben für ihn zeitlebens mindestens ebenso wichtig wie die großen Gipfel des Himalaja.
Peter Habeler mit dem britischen Ausnahmebergsteiger Sir Chris Bonington. Habeler betont bis heute, dass Vertrauen, Kameradschaft und die Wahl des richtigen Partners am Berg mindestens ebenso wichtig seien wie Kraft und Technik.
Peter Habeler ist längst selbst Teil der alpinen Geschichte – hier sogar als geschnitztes Ebenbild. Trotz seines weltweiten Ruhms ist der "Bergprofessor" seiner Zillertaler Heimat eng verbunden geblieben.
Habeler war nicht nur Extrembergsteiger, sondern auch Familienvater. Als er 1978 zum Mount Everest aufbrach, war sein Sohn Christian erst wenige Monate alt. Während des Aufstiegs dachte Habeler nach eigener Aussage häufig an seine Frau und sein Kind.
1999 verlieh die österreichische Bundesregierung Peter Habeler den Berufstitel "Professor". Die Auszeichnung würdigte nicht allein seine außergewöhnlichen Bergsteigerleistungen, sondern auch seine Arbeit als Bergführer, Ausbilder, Autor und Vermittler alpiner Erfahrung.
Peter Habeler gemeinsam mit Gerlinde Kaltenbrunner im Februar 2013. Das Bild bringt zwei Generationen österreichischer Spitzenalpinisten zusammen.
Ende März 2017 kehrte Peter Habeler mit David Lama in die Eiger-Nordwand zurück. Mit 74 Jahren durchstieg er noch einmal die klassische Heckmair-Route – mehr als vier Jahrzehnte nach seiner damaligen Rekordbegehung mit Reinhold Messner.
Auch im Jahr 2026 ist Peter Habeler regelmäßig in den Bergen unterwegs – beim Wandern, Klettern und auf Skitour. Über das Bergsteigen im Alter sagt er, Kondition und Unbekümmertheit würden zwar nachlassen, dennoch gehe es weiter: "Nicht mit Fullpower, aber mit Halfpower." Gleichzeitig wirbt er nachdrücklich dafür, die eigenen Grenzen zu respektieren und rechtzeitig umzukehren.
Peter Habeler ist bis heute ein gefragter Gesprächspartner. Bei der öffentlichen Podiumsdiskussion "Ausverkauf Everest!“ auf dem Helm oberhalb von Sexten sprach er 2026 mit Reinhold Messner und Dr. Rudi Hipp über Kommerz, Sauerstoff und Verantwortung am Mount Everest.















