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Berg-Knigge: 10 Tipps für eine bessere Zeit auf der Hütte
An schönen Wochenenden kann es auf beliebten Hütten entlang bekannter Fernwanderwege schon mal eng werden. Daher lieber frühzeitig reservieren. Und wenn doch was dazwischenkommt oder sich die Pläne ändern, unbedingt rechtzeitig absagen. Die Wirtsleute dürfen nur drei Viertel der Schlafplätze im Voraus vergeben und andere freuen sich, wenn sie das Bett bekommen.
Klingt altmodisch, kann im Zweifelsfall aber Leben retten, vor allem Bergsteigern, die allein unterwegs sind. Anhand der Einträge kann der Hüttenwirt den Rettungsmannschaften wichtige Informationen geben, falls jemand vermisst wird. Daher neben Namen, Datum und dem Ziel der geplanten Tour auch immer die Handynummer dazuschreiben.
Die Hütte ist kein Müllplatz. Daher gilt: Was man mit hochnimmt, sollte man auch wieder mit runternehmen. Zum Glück sind die Verpackungen auf dem Rückweg leer und daher leicht.
In den meisten Hütten herrscht von 22 bis 6 Uhr morgens Hüttenruhe. Für Frühaufsteher gilt: Den Rucksack abends packen – nichts ist nerviger als Tütenrascheln, Reißverschlüsse oder um 4.30 Uhr morgens Karabiner zu sortieren, während der Großteil des Lagers noch schlafen will. Apropos ungestörte Nachtruhe: Ohrenstöpsel wirken Wunder.
Statt Nudeln lieber Kartoffeln, dafür mit Extra-Soße und den Salat aber bitte ohne Tomaten … immer dran denken: Eine Hütte ist kein Restaurant. Daher lieber auf (ausgefallene) Sonderwünsche verzichten. Auf Allergien und Unverträglichkeiten am besten schon bei der Reservierung hinweisen. Die meisten Hütten sind darauf inzwischen eingestellt.
Auf den meisten Hütten kann nur bar bezahlt werden – daher unbedingt mit genügend Bargeld losziehen. Bei der Ankunft meldet man sich am besten gleich beim Hüttenwirt und, falls dieser es wünscht, zahlt man die Übernachtung sofort. Essen und Getränke werden meist vor dem Schlafengehen abgerechnet. Übrigens freut sich auch das Hüttenpersonal über etwas Trinkgeld.
Ein Satz, den Hüttenwirte wirklich dick haben: "Wie ist denn das WLAN-Passwort?" Meist gibt’s oben eh wenig bis gar keinen Empfang. Auch Ladestationen sind rar auf einer Hütte. In manchen Gasträumen findet man eine Mehrfachdose für alle Gäste. Daher das Handy einfach mal ausmachen, die Ruhe genießen und die analoge Zeit wertschätzen.
Auch wenn es auf jeder Hütte Kopfkissen und Wolldecken gibt, ist ein Hüttenschlafsack Pflicht – allein schon aus hygienischen Gründen. Gerade in der Hochsaison können die Betten nicht ständig gereinigt werden. Viele Hütten verlangen ausdrücklich einen Schlafsack, auf manchen kann man zur Not einen ausleihen.
Mit den matschigen Wanderschuhen ins Matratzenlager stiefeln? Gar keine gute Idee. Die Schuhe bleiben ebenso wie Stöcke, Pickel, Seil und am besten auch die Steigeisen im Trockenraum. Wer seinen Mitschläfern einen Gefallen tun will, lässt auch gleich die stinkigen Socken dort. Einige Hütten bieten Hausschlappen an, ansonsten ein paar leichte Hüttenschuhe in den Rucksack packen.
Eine Stirnlampe oder kleine Taschenlampe sollte man immer griffbereit haben. Die Rucksäcke und Stöcke am besten nicht im Weg rumliegen lassen, sonst wird man unsanft aus dem Schlaf gerissen, wenn ein Mitschläfer im Dunkeln versucht, sich den Weg zur Toilette zu bahnen.









