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Wilder Wintersport: 9 Sportarten, die ihr sicher noch nicht alle kennt!
Schnee und Wollwäsche statt Sand und Bikini: Beim Schneevolleyball baggern und pritschen drei Spieler:innen statt deren zwei. 2008 hatten zwei Studenten auf einer Skihütte die Idee; 2009 gab es in Wagrain das erste Turnier. 2016 fand die erste europäische Snow Volleyball Tour statt, mit Teams aus den USA, aus Brasilien und Kasachstan. Ziel ist nun, Schneevolleyball nach Olympia zu baggern.
Yukigassen (japanisch für Schneekampf) ist eine Mischung aus Schneeballschlacht und Völkerball. Zwei Teams haben 90 Schneebälle, um möglichst viele gegnerische Spieler zu treffen und damit aus dem Spiel zu werfen oder die gegnerische Teamflagge zu ergattern. Das Match dauert drei Minuten. Es gibt Wettbewerbe in Skandinavien, Australien, Kanada, Russland und Alaska sowie die Weltmeisterschaft auf Hokkaido.
Was als Wetteinsatz bei "Wetten, dass …?" startete, wurde ein populärer Wettbewerb für ein Millionen-Publikum: Wokrennen. Die Einzel- oder Viererwoks werden auf der Rennrodelbahn bis zu 100 km/h schnell. Stefan Raab verfrachtete von 2003 bis 2015 so manchen Promi in die asiatische Bratpfanne. In Winterberg und Innsbruck kann man den Kitzel in der Bobbahn selbst erleben.
Nichts für schwache Nerven: Ice Cross Downhill ist eine Mischung aus Eislaufen, Boardercross und Downhill. Vier Läufer rasen in Eishockeyausrüstung auf Schlittschuhen einen Eiskanal hinunter und müssen steile Kurven, Sprünge und Hindernisse überwinden: bis zu 80 km/h schnell. Seit 2010 gibt es sogar Weltmeisterschaften.
Unter dem Titel "The Jump" veranstaltete das britische Fernsehen bis 2017 eine Reality-Show in Innsbruck und Kühtai: C-Promis maßen sich in Skeleton, Bobfahren oder Riesenslalom. Alles keine britischen Spezialdisziplinen … Die Schlechtesten konnten sich mit einem Skisprung vor dem Show-Aus retten. The Jump endete nach einer Serie schwerer Verletzungen.
Viel Schnee und nackte Haut – das ist Nackt-Rodeln. Splitterfasernackt sind die Rodler*innen aber dann doch nicht unterwegs: Unterhosen, Helm, Handschuhe und Stiefel sind Pflicht – Sicherheit geht schließlich vor. Der erste Wettbewerb fand 2009 in Braunlage im Harz statt – und wurde vom Publikum geradezu überrannt.
Zwar keine reine Winterdisziplin, aber Extrembügeln sorgt immer wieder für neue Weltrekorde, an abgelegenen oder gefährlichen Orten. Jedes Jahr findet eine Weltmeisterschaft statt, in verschiedenen Disziplinen: Forest Style (an oder auf Bäumen), Water Style (auf und unter Wasser), Rocky Style (im Gebirge oder an der Kletterwand) und Urban Style (an exponierten Gebäuden). Der Höhenrekord liegt bei 6962 Metern: „Iron Man“ Carrick schleppte Kleidung und Bügelbrett auf den Gipfel des Aconcagua (höchster Berg Amerikas).
Was waren das für Zeiten, als tollkühne Buam mit Holzski und Bambusstecken, gekleidet mit Kniebundhose, Schiebermütze und Wollhandschuhen die Berge eroberten? Retro-Ski heißen heute diese Wettkämpfe der etwas anderen Art: Es gibt sie in Bayern, Österreich und der Schweiz. Und sogar eine Weltmeisterschaft in Saalfelden-Leogang.
Und noch eine Wintersportart, die gerne olympisch werden möchte: Eisschwimmen. Bei den Weltmeisterschaften ist der Neoprenanzug tabu, aber eine Kopfbedeckung Pflicht. Das Wasser hat zwischen 0 und 4 Grad! Beim vintersim im nordschwedischen Skellefteå gibt es auch einen Preis für die ausgefallenste Kopfbedeckung.








