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Schritt für Schritt: Skidurchquerung Kaiserexpress
Von der Wochenbrunner Alm hält man sich zunächst am Sommerweg entlang durch lichten Wald in Richtung Gruttenhütte hinauf
Nach einem kurzen Steilhang unterhalb der Gruttenhütte erreichen wir einen Grat, von wo die felsigen Spitzen und Zacken des Wilden Kaisers ins Blickfeld kommen.
Jenseits der im Winter geschlossenen Gruttenhütte geht es über sonnige Hänge in Richtung Rote Rinn Scharte.
Der Anstieg zur Rote Rinn Scharte beginnt steil und wird fast mit jedem Höhenmeter steiler: Gute Spitzkehrentechnik ist gefragt!
Die Aussicht ist herrlich verführerisch, trotzdem darf man sich hier nicht zu sehr ablenken lassen, denn in der Rinne herrscht Steinschlaggefahr!
Wer seine Ski liebt, der trägt! Ski abschnallen, nichts verlieren und dabei auf Steinschlag zu achten, ist in der engen Rinne gar nicht so einfach.
Ab einer gewissen Neigung ist der Aufstieg zu Fuß tatsächlich deutlich schneller und weniger kräftezehrend als die beste Spitzkehrentechnik.
Die Rote Rinn Scharte ist unser erster Höhepunkt, jenseits davon geht es zunächst an einem Drahtseil steil, felsig und vor allem schattig düster in Richtung Oberer Scharlinger Boden.
Wo das Drahtseil endet, beginnt der wahre Drahtseilakt: im Steilgelände die Ski anschnallen und das erste 40-Grad-Steilstück sicher abfahren
Im Oberen Scharlinger Boden erwartet uns der letzte Pulverschnee des Jahres, den wir im sanften Licht der Frühjahrssonne genießen.
Am Anton-Karg-Haus haben wir die Hälfte der Tour hinter uns. Es ist der perfekte Platz, um eine kleine Pause einzulegen und sowohl die Sonne als auch das kaiserliche Panorama zu genießen.
Jenseits des Kaiserbachs müssen wir zunächst eine gute Strecke durch das Kaisertal hinter uns bringen, um zum Anstieg der Pyramidenspitze zu gelangen.
Im Aufstieg zur Pyramidenspitze orientieren wir uns am Sommerweg und genießen herrliche Blicke zurück in die Scharlinger Böden mit ihrer kaiserlich felsigen Krone.
Obwohl der Gipfel der Pyramidenspitze schon zum Greifen nah ist, trennen uns immer wieder mit Latschen durchsetzte Hügel und weitere Anstiege vom höchsten Punkt.
An der Pyramidenspitze ist der Aufstieg nun endgültig überwunden und die Aussicht zum Wilden Kaiser und hinaus auf das Voralpenland eine wahre Belohnung.
Eine unumgängliche Schlüsselstelle steht uns in der Egersgrinn noch bevor: Gerade bei wenig Schnee ist das Steilstück zu Beginn diesmal grasdurchsetzt und mit über 40 Grad sehr anspruchsvoll.
Nach der heiklen Einfahrt ist die Egersgrinn "nur" noch steil. Abschalten ist dennoch nicht angesagt, denn am Ende wartet ein Felsabbruch, der rechts umfahren werden muss.
Auf den Forstwegen in Richtung Aschinger Alm ist noch einmal Achtsamkeit und gute Orientierung gefragt, um die richtige Abzweigung zu finden.

















