Ortler-Hintergrat: Alle Schlüsselstellen auf einen Blick
Auf den Wecker um 3:07 Uhr und einen Kaffee auf der Hintergrathütte folgt das große Krabbeln – erst über Schrofen, dann im Geröllkessel.
Dieser mit Blöcken gespickte Trichter wird nach oben hin zunehmend steiler.
Ab hier beginnt leichte Kletterei (I – II). Dieser Routenabschnitt ist durch Vorangehende besonders steinschlaggefährdet!
Die Crux ist es, nicht zu früh zum Grat aufzusteigen. Wer diese Verschneidung (II) sieht, ist auf dem richtigen Weg.
Auf eine letzte bröselige Rinne folgt der eigentliche Grat. Flach geht es über leichtes Blockgelände bis zum ersten Schneefeld. Die Aussicht ist ein Traum!
Das Firnfeld wird flach gequert. Erst am Ausstieg, einer markanten Felsstufe, wird es etwas steiler.
Der Signalkopf (3725 m) wird westseitig umgangen. Mehrere Ringe ermöglichen ein Seilgeländer.
Nach der Umgehung des Signalkopfs heißt es meist: Warten ...
bis man selbst die nur wenige Meter hohe und durch ein Fixseil entschärfte Kletterstelle (IV) überwinden darf.
Nach kurzer Kletterei bis III wird das zweite, deutlich steilere Eisfeld (bis 40 Grad) in wenigen Minuten erstiegen.
Nach der finalen Seillänge (bis IV) steigt man unschwierig, aber luftig zum Gipfel auf 3905 Metern.
Der Abstieg beginnt zahm: In dem flachen Gelände geht es zügig bergab.
Beeindruckend: Rückblick auf den mächtig zerfurchten Ortlergletscher.
Ende in Sicht: Das Kaltgetränk auf der Payerhütte wartet.













