Eine Stadt aus Zelten: Das Besondere am Everest-Basislager
Das Everest Basecamp liegt auf rund 5360 Metern Höhe am Khumbu-Gletscher. Doch wie lebt es sich dort, was kostet eine Expedition und warum könnte das Basislager bald umziehen? Acht spannende Fakten.
Weil der Gletscher sich bewegt und durch den Klimawandel instabiler wird, muss das Camp regelmäßig leicht versetzt werden. Die nepalesische Regierung plant mittelfristig sogar eine dauerhafte Verlegung auf festen Untergrund.
Eine Everest-Expedition kostet zwischen 40.000 und 100.000 Dollar, inklusive amtliche Genehmigung, Sherpa-Team und Logistik. Normalsterbliche können sich das erst nach Jahren leisten, dennoch nimmt der Andrang stetig zu.
Im Basecamp gibt es mittlerweile WLAN, Ladestationen, Espressomaschinen und beheizte Essenszelte – Luxus. In extremer, eigentlich fast schon lebens feindlicher Umgebung. Was würden die Pioniere von einst denken?
Bevor jemand den gefährlichen Khumbu-Eisbruch betritt, findet eine buddhistische Segnungszeremonie statt. Ohne diese "Puja" würde kaum ein Sherpa arbeiten. Übrigens, der "Khumbu" beginnt direkt oberhalb des Basecamps und gilt als eine der gefährlichsten Passagen der Südroute.
Vom Everest-Basislager starten jährlich ein Halbmarathon, der sogar im Guinness-Buch der Rekorde steht. Die dünne Luft macht ihn zu einem der härtesten Rennen der Welt.
Während viele Wanderer zum bekannten Schildpunkt wandern, dürfen nur Bergsteiger mit offiziellem Climbing-Permit tatsächlich im Basecamp übernachten. Die Permit-Regeln sind strikt, Trekker ohne Summit-Ambitionen dürfen dort nicht zelten.
Jahrzehntelang wurde Müll im Gletscher entsorgt. Durch das Abschmelzen des Eises tauchen alte Sauerstoffflaschen, Zelte – und leider auch Fäkalien – wieder auf. Kotbeutel, Müllsteuer und Cleanup-Aktionen sollen gegensteuern.
Mehr Helikopter als Yaks: Früher wurde alles von Yaks transportiert. Heute fliegen während der Saison Dutzende Helikopter täglich ins Basecamp – für VIP-Touristen, Rettungen oder Material-Transporte. Diese Entwicklung wird von vielen kritisch gesehen.