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Großvenediger-Besteigung am 10.09.16
Die Gruppe wird am Bergführerbüro in Neukirchen am Großvenediger mit besonderen Gefährten abgeholt. Vier Mitfahrern bietet dieses Trike Platz. Ich sitze und winke von hinten links. Die Zündapp-Maschine wurde im Jahr 1942 erbaut und diente einst der Deutschen Wehrmacht. Heute wird sie sinnvoller eingesetzt.
Der zweite Teil der Gruppe wird in diesem Gefährt auf dem Wirtschaftsweg durch das Obersulzbachtal nach oben gebracht.
Die 12 Gänge der Maschine mit ihren 24 PS braucht Jakob unser gleichermaßen schwungvoller und umsichtiger Fahrer, um uns den mitunter sehr steilen Weg nach oben zu bringen
Jakob und sein Trike am Endpunkt der Fahrstrecke, der Talstation der Materialseilbahn zur Kürsingerhütte.
Auf dem Gletscherweg wandert ein Teil der Gruppe in Richtung Kürsingerhütte bergauf. Hier beginnt die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern.
Bergführer und Wirt der Kürsinger Hütte Emil Widmann geht voraus und erklärt der Gruppe, wie sehr sich der Gletscher seit der Zeit der Erstbesteiger (zurück-)entwickelt hat.
Vor knapp 50 Jahren war hier noch Gletscher.
Vom am Ende des Gletscherwegs gelegenen See stürzen die Wassermassen talwärts.
Das letzte Wegsstück zur Kürsingerhütte ist ein leichter Klettersteig (A/B).
Die Kürsingerhütte wartet auf uns.
Die Kürsingerhütte wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.
Das Nachmittagsprogramm besteht in der Anpassung der Steigeisen für den Aufstieg am nächsten Tag. Ich habe Spaß mit meiner Kollegin Katja.
Blick von der Terasse der Kürsingerhütte
Die drei Jungs, die am Abend auf der Kürsingerhütte aufspielen, sind wirklich gute Musiker und spielen neben Gassenhauern auch Chansons oder überraschen mit orientalischen Klängen.
Zu bester Zeit - ehrlich gesagt mitten in der Nacht - um 03:30 Uhr ist Aufstehen angesagt. Wohl dem, der dem Zirbenschnaps am Vorabend entsagt hat. Beim Start gegen 04:45 Uhr ist es stockdunkel. Den Weg zum Obersulzbachkees absolvieren wir mit Stirnlampen.
Langsam geht die Sonne auf und taucht die umliegende Gletschwelt in ein bezauberndes blass-blau-rosanes Zwielicht.
Der Gipfel des Großvenediger wird von den ersten Sonnenstrahlen illuminiert.
Manchmal erfordert es einen beherzten Schritt, um die Spalten auf dem Obersulzbachkees zu überwinden. Anseilen ist definitiv Pflicht auf dem Gletscher.
Der ideale Weg ändert sich häufig. Aufgrund der vielen Besteigungen kann man aber meist mit deutlichen Begehungsspuren von Seilschaften rechnen.
Bevor es in die flache Venedigerscharte geht wartet das steilste Stück auf uns (ca. 30°, ca. 100 Hm).
Nach der Venedigerscharte geht es über den mäßig steilen Osthang weiter aufwärts Richtung Firngrat zum Gipfel. .
Nun ist der Gipfel in Sichtweite.
Ein schöner Moment meines Lebens.
An diesem prachtvollen Tag zieht es viele Bergsteiger auf den Großvenediger.
Da auf dem Gipfel ein kalter Wind weht, verlegen wir die Pause in windgeschützte Gefilde.
...der Apfelstrudel in der Kürsinger Hütte wartet.
Ein besonderer Tropfen nach einer besonderen Tour. Es war wundrbar.































