Tomasz Humar wollte die 4700 Meter hohe Rupalwand des Nanga Parbat (8125 m) solo durchsteigen. Doch das Schönwetterfenster in einer unsicheren Großwetterlage war viel zu kurz. Auf einer Höhe von etwa 6000 Metern steckte er fest. Pausenlose Schneefälle sorgten für viele Lawinen. Nachdem er weder rauf noch runter klettern konnte (Seil und einige Eisschrauben) setzte er einen Notruf ab. Im Basislager koordinierte dein Partner Nazir Sabir einen Rettungseinsatz mit zwei Hubschraubern. Inzwischen konnte Tomaz etwa 100 Meter tiefer eine Schneehöhle graben, um dort etwas geschützter auf Rettung zu warten.
Von Samstag bis Mittwoch wurde versucht, ihn aus der Wand zu befreien, erst am Mittwoch um 4.30 Uhr konnten die Hubschrauber ihn am Bergeseil retten und ins Basislager transportieren.
Tomaz ist wohlauf, wenngleich er leichte Erfrierungen erlitten hat.
Eine der schwierigsten alpinen Unternehmungen@(zwischenHeadlineTag)>
Der Nanga Parbat wird auch Schicksalsberg der Deutschen genannt. In den Dreißiger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Erstbesteigung des sechsthöchsten Berges der Erde das Prestigeziel deutscher Expeditionen. Bei der Expedition 1934, geführt von Willy Merkl starben 10 Bergsteiger, bei der Folgeexpediton 1937, Leiter Karl Wien, gab es 16 Tote, eine weitere Expedition 1938 unter Paul Bauer scheiterte.
Die Erstbesteigung gelang erst 1953 dem Tiroler Hermann Buhl - im Alleingang nachdem er eine Biwaknacht im Stehen überlebte und 41 Stunden unterwegs war.
Bei der zweiten Besteigung durch Kinshofer, Mannhardt und Löw starb letzterer beim Abstieg.
1970 gelingt Reinhold Messner die erste Überschreitung eines Achttausenders über Rupal- und Diamirflanke. Sein Bruder Günter ist seit dieser Expedition, nachdem er mit Reinhold am Gipfel war, verschollen.
1990 fuhr der Südtiroler Hans Kammerlander nach erfolgreicher Besteigung Teile der Diamir-Flanke mit Ski ab.
Die Durchsteigung der Rupalwand, die sich Tomasz Humar vorgenommen hatte, gilt aus eine der schwierigsten alpinen Unternehmungen. Messner: "It can be climbed by one out of thousand".
Nähere Informationen und weitere Bilder: www.humar.com


