Video: Gigantischer Felssturz am zweithöchsten Berg der Alpen@(zwischenHeadlineTag)>
Der Felssturz hatte sich am Wochenende unweit des Gipfels der Dufourspitze (4634 m) ereignet. Südseitig waren die Gesteinsmassen hinab bis zum Locce-See und der Pedriola-Alm auf knapp 2380 Metern gedonnert.

Ein Teil des vom Felssturz betroffenen Gebiets. Zu sehen: Der Locce-See und die Monte-Rosa-Ostseite.
Der dadurch aufgewirbelte Staub hatte den Schnee im gesamten Tal gräulich verfärbt, darunter die Zunge des Belvedere-Gletschers und Teile der umliegenden Skipisten. Auch das derzeit geschlossene Rifugio Zamboni Zappa auf 2070 Metern Höhe wurde von den Felsmassen getroffen.
Weitere Abbrüche befürchtet@(zwischenHeadlineTag)>
"Es ist eine riesige Ablösung, die immer noch im Gange ist", zitieren mehrere Medien den lokalen Bergretterer Luca Tondat. Der Einheimische hatte die Gesteinsmassen mit seiner Drohne aufgenommen. Verletzt wurde niemand, da sich während des Abbruchs keine Menschen im betroffenen Gebiet aufgehalten hatten. Tondat warnte jedoch vor dem Abbruch weiterer Gesteinsteile in den kommenden Tagen.
"Mein eindringlicher Rat: Geht in den nächsten Tagen nicht in Richtung Pedriola-Alm. Der Felssturz geht weiter", zitiert die Frankfurter Rundschau. Über die exakte Schadenshöhe liegen derzeit noch keine Informationen vor, da das gesamte Areal aufgrund der Gefahr vorerst gesperrt ist. Als einen der möglichen Gründe nennt der Wetterdienst Meteo Live Verbano Cusio Ossola die zu hohen Temperaturen in Kombination mit Schneearmut.
Über das betroffene Gebiet@(zwischenHeadlineTag)>
Das Monte-Rosa-Massiv in den Walliser Alpen markiert die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Hauptgipfel ist mit 4634 Metern die Dufourspitze, der höchste Berg der Schweiz. Der Monte Rosa ist nach dem Mont Blanc der zweithöchste Berg der Alpen und Westeuropas. Berühmt ist das Massiv vor allem für seine Ostwand, die mit etwa 2400 Metern die höchste Wand der gesamten Alpen darstellt.

Wurde von den Felsmassen getroffen: das Rifugio Zamboni Zappa am Fuß der Monte-Rosa-Ostwand.


2 Kommentare
Kommentar schreibenEs ist bezeichnend, dass so ein gewaltiger Felssturz nun auch schon im Winter passiert
Der Klimawandel zeigt sich in den Alpen immer deutlicher und wird unsere Sicht auf die Berge verändern. Das verklärte Bild von ewiger Schönheit könnte sich schon bald ins Gegenteil verkehren. Es droht ein zunehmend gefährlich und unwirtlicher Ort zu werden.
Beispiele für solch eine disruptive Veränderung hat es in den letzten Jahren genügend gegeben. Welche Dimensionen dahinter stehen, lassen sich höchstens erahnen. Soziale, ökonomische und ökologische Folgen könnten weit über das Hochgebirge hinaus reichen.
Noch können wir hoffen, daß es nicht ganz so schlimm kommt. Vorausgesetzt wir ändern unsere Lebensweise.
Natürlich will das kaum noch einer hören, schon gar nicht am Anfang eines Jahres. Das Problem: das Erdsystem interessiert unsere Gefühlslage nicht.