Erschütterungen auch am Berg spürbar

Tragisch: 120 Tote nach Erdbeben am Mount Everest

Ein starkes Erdbeben hat die Region rund um den Mount Everest erschüttert. Besonders betroffen ist Tibet, dort starben mindestens 120 Menschen. Experten schließen weitere Erdbeben nicht aus.

7,1 auf der Richterskala: Starkes Erdbeben am Mount Everest
© IMAGO / Panthermedia

Tragisch: 120 Tote nach Erdbeben am Mount Everest

Epizentrum des Erdbebens war der tibetische Bezirk Tingri, der knappe 80 km vom Everest entfernt liegt. Von dort starten mehrere Trekkingrouten und der Zustieg zur Everest-Nordseite, der Shishapangma und dem Cho Oyu. Über die Stärke der Erschütterung gehen die Messungen auseinander: China gab 6,8 an, US-Messungen ergaben sogar 7,1 auf der Richterskala.

Medienberichte sprechen von mindestens 120 Toten und mehreren hundert Verletzten auf tibetischer Seite. Laut dpa wurden mindestens 1000 Häuser zerstört. Auch in der nepalesischen Khumbu-Region und der Hauptstadt Kathmandu war das Erdbeben zu spüren, dort jedoch ohne nennenswerte Schäden. Viele Medienberichte griffen in diesem Zusammenhang das verheerende Erdbeben 2015 auf, das etwa 9000 Todesopfer und 23.000 Verletzte gefordert hatte.

Zwischenzeitliche Aufstiegssperre am Everest

Für die wenigen Everest-Aspiranten der Wintersaison war nach dem Beben zunächst eine Aufstiegssperre verhängt worden, da die Gefahr von Nachbeben besteht. Wie Stefan Nestler auf abenteuer-berg.de berichtet, spürte auch der vom Versuch am Everest-Westgrat absteigende Jost Kobusch das Beben. Zum Zeitpunkt der Erschütterung befand sich der Bergsteiger in seinem Zelt auf 5700 Metern Höhe.

Kobusch war auch im April 2015 am Everest, als das damalige Erdbeben eine Lawine am Siebentausender Pumori ausgelöst hatte. Diese hatte das gesamte Everest-Basecamp zerstört. Kobuschs Video der Lawine ging um die Welt. 

Auch die Expedition von Simone Moro, Nima Rinji Sherpa und Oswald Pereira verzögert sich durch das Erdbeben. Das Alpinistentrio befand sich zuletzt in Kathmandu und bereitet sich auf den Aufbruch zum Manaslu-Basecamp vor. 

0 Kommentare

Kommentar schreiben