Der Schrecksee im Allgäu: Hotspot für Rettungseinsätze@(zwischenHeadlineTag)>
Der Schrecksee auf einer Höhe von 1813 Metern gehört zu den fotogensten Bergseen der Allgäuer Alpen. Eingebettet in ein hochalpines Kar ist er insbesondere im Sommer ein attraktives Ziel für Wanderer und ein beliebtes Motiv für Influencer. Das markante Inselchen im See hat den Ort zum Instagram-Hotspot gemacht. Verschiedene Touren führen von Ausgangspunkten im Ostrachtal (Hinterstein) auf der deutschen Seite und vom Vilsalpsee in Tirol hinauf. Letztere Steige sind teils deutlich anspruchsvoller.
Aufgrund seiner Beliebtheit steigen immer wieder auch Personen zu dem See auf, die für alpine Bergtouren nicht ausreichend vorbereitet oder ausgerüstet sind. Daher ist der Schrecksee im Sommer wie auch im Winter immer wieder Schauplatz von Rettungseinsätzen der Bergwacht.
Rätselhafter Notruf am Schrecksee@(zwischenHeadlineTag)>
Am Donnerstag (26. Juni 2025) ging bei der Integrierten Leitstelle Allgäu erneut ein Notruf aus dem Gebiet des Schrecksees ein. Der Alarm war zunächst rätselhaft, es war lediglich bekannt, dass sich mehrere Personen im Bereich des Sees in einer Notlage befinden. Konkrete Details fehlten, eine Kontaktaufnahme mit dem Absender des Notrufs war aufgrund fehlender Netzverbindung nicht möglich. Da die Meldung nach einem Gewitter mit Starkregen und großen Hagelkörnern einging, vermutete man bei der Bergrettung einen Zusammenhang.
Ein Suchflug mit dem Rettungshubschrauber musste wetterbedingt zunächst verschoben werden. Zwischenzeitlich meldete sich auch eine Frau bei der Rettungsleitstelle, deren Mann und Sohn von einer gemeinsamen Wanderung im Schrecksee-Gebiet nicht wie geplant zurückgekehrt und auch telefonisch nicht erreichbar waren. Als sich die Sichtbedingungen verbesserten, konnte der Helikopter "Christoph 17" mit zwei Einsatzkräften der Bergwacht starten.
Nach längerer Suche wurden die beiden Wanderer, die sich als das vermisste Vater-Sohn-Duo herausstellten, schließlich durchnässt, leicht unterkühlt, aber unverletzt an einer Alphütte lokalisiert. Die lediglich mit T-Shirts bekleideten Männer hatten dort während des Unwetters Schutz gesucht. Wie sich später herausstellte, hatten die beiden selbst über die Notruffunktion ihres Smartphones Alarm geschlagen – durch das schwache Mobilfunknetz war eine Rückmeldung allerdings nicht möglich gewesen.
Was tun, wenn's am Berg blitzt und donnert?@(zwischenHeadlineTag)>
Fünf Tipps zum richtigen Verhalten findest du in dieser Liste, tiefergehende Informationen bietet dieser Artikel zum Thema "Gewitter im Gebirge".
Tipp 1: Runter von Grat und Gipfel! Ausgesetzte Grate und alleinstehende Erhebungen wie Gipfelkreuze und Felstürme sollte man so schnell wie möglich verlassen.
Tipp 2: Felshöhle suchen. Man entfernt sich von Stahlseilen und sucht – falls möglich – eine größere Felshöhle zum Schutz auf. Der Felswand bleibt man dabei aber so gut es geht fern, mindestens 1,5 Meter.
Tipp 3: Kauerstellung. In der Kauerstellung und mit geschlossenen Beinen auf einer isolierenden Unterlage, wie Rucksack oder Seil, hockend darauf warten, dass das Gewitter vorübergeht. Abstand halten von Wasserläufen und freistehenden Erhebungen wie Masten oder Bäumen.
Tipp 4: Gesichert bleiben. Im absturzgefährdeten Gelände, z. B. am Klettersteig, stets gesichert bleiben. Sicherung eher an einer Eisenklammer als am Drahtseil festmachen und wenn möglich die Sicherung unterhalb des Herzens anbringen.
Tipp 5: Warm bleiben. Gegen Nässe und Auskühlung kann man sich mit Biwaksack und Funktionsbekleidung schützen.




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