Ungewöhnlicher Einsatz für die Air Zermatt

Rettung am Feegletscher: Kleiner Hund führt Retter zur Unfallstelle

Am 04. Juli 2025 stürzte ein Mann in eine etwa acht Meter tiefe Gletscherspalte. Dank seines kleinen Chihuahuas wurde er gerettet.

Rettungseinsatz am Feegletscher: Kleiner Chihuahua führt Air Zermatt zur Unfallstelle.
© Air Zermann

Über den Feegletscher bei Saas Fee

Der Feegletscher befindet sich oberhalb von Saas Fee an der Ostseite der Mischabelgruppe in den Walliser Alpen. In seinem unmittelbaren Umfeld befinden sich bekannte Viertausender wie das Allalinhorn (4027 m), Alphubel (4206 m), Täschhorn (4491 m), Dom (4545 m) und Lenzspitze (4249 m).

Ungewöhnlicher Einsatz der Air Zermatt

Am vergangenen Freitagnachmittag (04. Juli) kam es dort zu einem ungewöhnlichen Einsatz der Rettungsorganisation Air Zermatt: Der Vorfall ereignete sich am frühen Nachmittag, als ein Mann gemeinsam mit seinem Hund auf dem Feegletscher unterwegs war und plötzlich durch eine Schneebrücke brach. Während der Mann in der Spalte festsaß, blieb sein treuer Begleiter an der Oberfläche.

Glücklicherweise hatte der Mann ein kleines Funkgerät bei sich, mit dem er Hilfe rufen konnte. Eine Person in der Nähe empfing diesen Notruf zwar, unklar blieb jedoch, wo genau der Bergsteiger eingebrochen war. 

<p>Das kleine Einsturzloch in die Gletscherspalte, dahinter der Stein sowie der darauf sitzende Hund.</p>

Das kleine Einsturzloch in die Gletscherspalte, dahinter der Stein sowie der darauf sitzende Hund.

© Air Zermatt

Hund zeigt Rettern die Unfallstelle

Eine Crew der Air Zermatt suchte ab 15 Uhr den Gletscher ab und konnte dank des Hundes die genaue Unfallstelle lokalisieren, nachdem einer der drei Retter eine Bewegung auf einem Stein bemerkt hatte – dort befand sich der kleine Chihuahua neben dem kleinen und leicht zu übersehenden Einsturzloch. 

An der Spalte angekommen, seilten sich die Retter zu dem Mann ab und konnten ihn so aus der Spalte retten. Der Chihuahua wich während des gesamten Einsatzes nicht von der Stelle und verfolgte jede Bewegung der Spezialisten genau. Nach geglückter Rettung wurden Mensch und Hund ins Krankenhaus nach Visp geflogen. In einer Pressemeldung der Air Zermatt heißt es: "Der Hund ist ein vierbeiniger Held, der seinem Herrchen in einer lebensbedrohlichen Lage möglicherweise das Leben gerettet hat."

<p>Leicht zu übersehen: das kleine Einsturzloch in die Gletscherspalte.</p>

Leicht zu übersehen: das kleine Einsturzloch in die Gletscherspalte.

© Air Zermatt

Text von Holger Rupprecht

2 Kommentare

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Bruno

Das ist zwar eine nette Geschichte mit einer Art Bambi-Kitsch-Effekt, bei der es auch auf die Hunderasse nicht ankommt, aber auf diesem vollkommen zerrissenen Gletscher (wir sind über diesen nach dem Alphubel abgestiegen, und ich mußte mehrmals meine Gesäßbacken zusammenkneifen) allein und ungesichert zu gehen, ist schon nett gesagt, mehr als außergewöhnlich. Anstelle eines Hundes geht man dort wenigstens gesichert zu dritt. Aber auch ich muß den Hund loben - er hat in anbetracht der vielen Löcher intuitiv das einzig Richtige gemacht - einfach sitzengeblieben, da es in andere Löcher auch Dutzende Meter abgehen kann, wo er keine Leckerlis mehr findet. Man kann also nur hoffen, daß nicht weitere Hundebesitzer auf die Idee kommen, mit ihrem Waldi so eine selbstmörderische Aktion zu unternehmen, Bruno

Tara

Das war ein Papillon und kein Chihuahua!!!