Rettungseinsatz im Höllental

Kopfüber in Gletscherspalte gestürzt: Bergunfall an der Zugspitze

Am 04. Juli 2025 ist ein Bergsteiger beim Zugspitzaufstieg durchs Höllental kopfüber in eine Gletscherspalte gefallen. Per Flaschenzug konnte der Mann aus seiner Lage befreit werden.

Kopfüber in Gletscherspalte gestürzt: Bergunfall an der Zugspitze,
© Bergwacht Grainau

Kopfüber in Gletscherspalte gestürzt: Bergunfall an der Zugspitze

Der 50 Jahre alte Urlauber aus der Schweiz war am vergangenen Freitag zur Tour durchs Höllental auf die Zugspitze aufgebrochen. Am frühen Nachmittag verstieg er sich jedoch im oberen Abschnitt des Höllentalferners und fand nicht mehr zurück auf den Normalweg.

Während er noch die Route suchte, kam der Bergsteiger plötzlich ins Rutschen und stürzte kopfüber etwa zehn Meter tief in eine Gletscherspalte. Der Körper des Mannes verklemmte sich derart in dem schmalen Spalt, dass er sich eigenständig nicht mehr befreien konnte. Doch der Urlauber hatte Glück im Unglück: Ein unbeteiligter Bergsteiger hatte den Sturz beobachtet und setzte umgehend den Notruf ab.

Der Alarm ging bei der Bergwacht Grainau ein, die daraufhin schnellstmöglich zur Unfallstelle ausrückte und den 50-Jährigen per Flaschenzug aus der Spalte befreite. Stark unterkühlt und mit Verletzungen unbestimmten Grades wurde der Schweizer per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Garmisch-Partenkirchen geflogen.

Anspruchsvolle Bergtour: Durch das Höllental auf die Zugspitze

Der Aufstieg auf die Zugspitze über das Höllental ist eine alpine und anspruchsvolle Tour mit 2200 Höhenmetern. Zwischen Höllentalangerhütte und Zugspitzgipfel gilt es, mehrere Klettersteigabschnitte und den Höllentalferner zu begehen. Neben entsprechender Kondition für den Aufstieg ist auch die passende Ausrüstung notwendig: Außer festem Schuhwerk, Klettersteigset und Helm gehören meist auch Steigeisen mit ins Gepäck. Die Route empfiehlt sich nur im Sommer und bei absolut stabiler Wettervorhersage!

Text von Lubika Brechtel

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