Äußerst anspruchsvolle und lange Ferrata!

Überfordert im Königsjodler-Klettersteig: 32-Jährige gerettet

Am 23. August 2025 war die Bergrettung Dienten im Königsjodler-Klettersteig am Hochkönig gefordert. Eine 32-Jährige war von der langen und äußerst anspruchsvollen Ferrata überfordert und musste gerettet werden.

Überfordert im Königsjodler-Klettersteig: 32-Jährige gerettet
© Bergrettung Salzburg

Überfordert im Königsjodler-Klettersteig: 32-Jährige gerettet

Gegen 13 Uhr ging der Notruf aus dem Königsjodler bei der Bergrettung Dienten ein. Die Frau "war im Bereich des sogenannten Jungfrauen-Sprungs (ca. 2200 m) – also eher noch im unteren Drittel – so stark erschöpft, dass sie nicht mehr weiter konnte", sagte der zuständige Einsatzleiter Stefan Aigner. Aufgrund der dichten Wolkendecke war ein Hubschraubereinsatz nicht möglich, ein Team der Bergrettung konnte jedoch unterhalb der Nebelgrenze am Taghauben-Sattel abgesetzt werden.

Von dort stiegen die Retter zu der erschöpften Deutschen auf. Nach der Erstversorgung konnte die 32-Jährige sich mit Unterstützung der Einsatzkräfte aus der Ferrata zurückziehen. Laut Bericht war die Rettung gegen 18:30 Uhr beendet. Im Einsatz standen 18 Einsatzkräfte aus Dienten, ein Bergrettungsarzt, die Alpinpolizei und die Freiwillige Feuerwehr Dienten.

<p>Die Bergrettung Dienten begleitete die 32-Jährige sicher zurück ins Tal.</p>

Die Bergrettung Dienten begleitete die 32-Jährige sicher zurück ins Tal.

© Bergrettung Dienten

Königsjodler-Klettersteig: Eine extrem anspruchsvolle Ferrata!

Der "Königsjodler" ist aufgrund der Länge (1650 Hm), Schwierigkeit (D) und Ausgesetztheit den Könnern vorbehalten. Der Steig ist durchgehend seilgesichert, erfordert alpine Erfahrung und hohe Kondition. Die Bergrettung Dienten weist in ihrer Veröffentlichung auf den Anspruch des Klettersteigs hin:

"Mit seinen Dimensionen (extrem lang) und anhaltenden Schwierigkeiten gehört der "Königsjodler"-Klettersteig am Hochkönig zu den herausforderndsten Klettersteigen der Ostalpenregion. Wer diese Tour unternimmt, sollte neben sehr guter körperlicher Fitness und alpinem Können auch viel Wert auf eine entsprechende Vorbereitung legen und nur bei einer sicheren Wetterprognose einsteigen. Dieser Klettersteig darf nicht unterschätzt werden."

Text von Lubika Brechtel

2 Kommentare

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Julian

Nun, Personen, die gerettet werden können, sind tolle Ergebnisse von Bergnot Situationen. Die können verursacht werden durch äußere Umstände und/oder menschliche Fehlleistungen.
Es wäre zu wünschen, dass die Einschätzung des persönlichen Könnens wieder mehr betont wird an verschiedenen Stellen.
Das Ausbleiben von Kondition im ersten Drittel eines Klettersteigs zeigt hier leider eine bestenfalls als fahrlässig zu bezeichnende Selbsteinschätzung. Mit äußeren Umständen hat das nichts zu tun, sondern geht voll in die Kategorie "menschliche Fehlleistung".
Die Bergrettung und/oder der Rettungshubschrauber sollten so wenig wie möglich ausrücken müssen aufgrund dieser Ursache.

Otto

Ich freue mich über jede gerettete Person. Kommunikationsmittel, die sofort Hilfe holen können sind das wichtigste auf jeder Wanderung, robert grasegger könnte noch leben, hätte die Gruppe das bedacht.