Überfordert im Königsjodler-Klettersteig: 32-Jährige gerettet@(zwischenHeadlineTag)>
Gegen 13 Uhr ging der Notruf aus dem Königsjodler bei der Bergrettung Dienten ein. Die Frau "war im Bereich des sogenannten Jungfrauen-Sprungs (ca. 2200 m) – also eher noch im unteren Drittel – so stark erschöpft, dass sie nicht mehr weiter konnte", sagte der zuständige Einsatzleiter Stefan Aigner. Aufgrund der dichten Wolkendecke war ein Hubschraubereinsatz nicht möglich, ein Team der Bergrettung konnte jedoch unterhalb der Nebelgrenze am Taghauben-Sattel abgesetzt werden.
Von dort stiegen die Retter zu der erschöpften Deutschen auf. Nach der Erstversorgung konnte die 32-Jährige sich mit Unterstützung der Einsatzkräfte aus der Ferrata zurückziehen. Laut Bericht war die Rettung gegen 18:30 Uhr beendet. Im Einsatz standen 18 Einsatzkräfte aus Dienten, ein Bergrettungsarzt, die Alpinpolizei und die Freiwillige Feuerwehr Dienten.
Königsjodler-Klettersteig: Eine extrem anspruchsvolle Ferrata!@(zwischenHeadlineTag)>
Der "Königsjodler" ist aufgrund der Länge (1650 Hm), Schwierigkeit (D) und Ausgesetztheit den Könnern vorbehalten. Der Steig ist durchgehend seilgesichert, erfordert alpine Erfahrung und hohe Kondition. Die Bergrettung Dienten weist in ihrer Veröffentlichung auf den Anspruch des Klettersteigs hin:
"Mit seinen Dimensionen (extrem lang) und anhaltenden Schwierigkeiten gehört der "Königsjodler"-Klettersteig am Hochkönig zu den herausforderndsten Klettersteigen der Ostalpenregion. Wer diese Tour unternimmt, sollte neben sehr guter körperlicher Fitness und alpinem Können auch viel Wert auf eine entsprechende Vorbereitung legen und nur bei einer sicheren Wetterprognose einsteigen. Dieser Klettersteig darf nicht unterschätzt werden."


2 Kommentare
Kommentar schreibenNun, Personen, die gerettet werden können, sind tolle Ergebnisse von Bergnot Situationen. Die können verursacht werden durch äußere Umstände und/oder menschliche Fehlleistungen.
Es wäre zu wünschen, dass die Einschätzung des persönlichen Könnens wieder mehr betont wird an verschiedenen Stellen.
Das Ausbleiben von Kondition im ersten Drittel eines Klettersteigs zeigt hier leider eine bestenfalls als fahrlässig zu bezeichnende Selbsteinschätzung. Mit äußeren Umständen hat das nichts zu tun, sondern geht voll in die Kategorie "menschliche Fehlleistung".
Die Bergrettung und/oder der Rettungshubschrauber sollten so wenig wie möglich ausrücken müssen aufgrund dieser Ursache.
Ich freue mich über jede gerettete Person. Kommunikationsmittel, die sofort Hilfe holen können sind das wichtigste auf jeder Wanderung, robert grasegger könnte noch leben, hätte die Gruppe das bedacht.