Bei Dunkelheit aus steilem Hang gerettet@(zwischenHeadlineTag)>
Die beiden gleichaltrigen Deutschen waren gegen 11 Uhr von der Talstation der Karwendelbahn in Pertisau zu der Tour aufgebrochen. Zunächst wanderten sie als Teil einer Gruppe über den rot markierten, d. h. mittelschweren, Wanderweg hinauf zur Bärenbadalm. Während die Freundesgruppe dort Rast machte und anschließend abstieg, setzten die beiden 23-Jährigen den Aufstieg fort.
Ihr Plan war es, bis zum 1991 Meter hohen Gipfel aufzusteigen. Aufgrund des bis zu 30 cm tiefen Schnees kamen die beiden jedoch nur sehr langsam voran. Hinzu kamen Wegfindungsprobleme in der unverspurten Route. Schließlich bekam das Duo bei der Querung eines steilen Hanges Angst und setzte den Notruf ab, da sie sich weder vor- noch zurücktrauten. Dies ereignete sich bereits nach Einbruch der Dunkelheit, weshalb die Leitstelle einen nachtflugtauglichen Rettungshubschrauber anforderte. Zusätzlich wurde die Bergrettung Maurach verständigt.
Die Einsatzkräfte konnten die leicht unterkühlten Wanderer gegen 18:05 Uhr auf einer Höhe von ca. 1880 Metern bei -14 Grad mittels Seilwinde aus dem unwegsamen Gelände bergen und zurück nach Maurach fliegen. Dort warteten bereits Bergrettung und Alpinpolizei.
Der Bärenkopf: Im Winter ein anspruchsvolleres Tourenziel@(zwischenHeadlineTag)>
Die Wanderung auf den Bärenkopf (1991 m) im Karwendel ist eigentlich eine mittelschwere Wanderung mit ca. 1100 Hm. Aufgrund der Aussicht auf den Achensee und der Bergbahn-Unterstützung ist die Route vor allem im Sommer sehr beliebt. Aber auch als Skitour wird der Gipfel bei passenden Bedingungen häufig begangen. Nicht unterschätzen sollten Winterwanderer die nach Schneefall erhöhten Schwierigkeiten. Gerade in steileren Hängen und an ausgesetzteren Stellen erhöhen sich die Schwierigkeiten nach Schneefall mitunter deutlich!
Bergtouren im Winter: Das müsst ihr beachten@(zwischenHeadlineTag)>
Wetterbericht prüfen: Lawinenlagebericht (LLB), Wind, Temperatur, Sicht.
Route evaluieren: Wintertauglichkeit, Alternativen bei Schlechtwetter, Ausstiege.
Tageslicht einplanen: Kürzere Tage heißt, früh starten, Pufferzeiten einplanen.
Kondition realistisch einschätzen: Wintertouren sind deutlich kräfteraubender.
Sicherheitsausrüstung mitnehmen: Dazu gehören neben Grödeln auch warme Kleidung, Essen, Kartenmaterial und eine Stirnlampe!
Gefahren unterwegs neu bewerten: Die Situation kann sich schnell ändern. Deshalb: Klaren Abbruchpunk vereinbaren und wenn Wetter, Zeit oder Kondition kippen: umdrehen.



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