12-Jähriger stirbt bei Lawinenunglück@(zwischenHeadlineTag)>
Ein tödlicher Lawinenunfall hat sich am Dienstagnachmittag im Skigebiet Sportgastein ereignet. Zwei minderjährige Skifahrer aus Tschechien verließen die markierte Piste und fuhren im freien Skigelände oberhalb der Mittelstation der Goldbergbahn. Dabei löste einer der Buben rund 100 Höhenmeter oberhalb der Mittelstation ein Schneebrett aus. Nach Angaben der Einsatzkräfte befanden sich die Kinder im Bereich von Lawinenverbauungen, als sich die etwa 50 Meter breite Lawine löste.
Einer der beiden 12-Jährigen wurde von den Schneemassen rund zehn Meter mitgerissen, gegen die Verbauung gedrückt und teilweise verschüttet. Der zweite Bub wurde nicht erfasst und blieb unverletzt. Bergretter, Mitarbeiter der Bergbahnen sowie ein Hubschrauberteam waren rasch vor Ort. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen und einer rund 40-minütigen Reanimation konnte der Notarzt nur mehr den Tod des Kindes feststellen. Nach Einschätzung der Einsatzleitung dürfte der Bub an schweren inneren Verletzungen gestorben sein.

Weitere Lawinenabgänge im freien Gelände@(zwischenHeadlineTag)>
Im Einsatz standen rund zehn Bergretter der Ortsstelle Bad Gastein, Mitarbeiter der Bergbahnen, drei Lawinenhundeteams, ein Rettungshubschrauber aus Tirol (C7) sowie ein Polizeihubschrauber mit Alpinpolizei. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang wurden von der Alpinpolizei aufgenommen. In Sportgastein war am selben Tag bereits um 11:20 Uhr ein Schneebrett abseits der Piste unterhalb des Saleskogel (2680 m) abgegangen.
"Ein lokaler Skiführer hatte den Abgang von der Gondel aus beobachtet und die Einsatzkräfte alarmiert", äußerte sich Gerhard Kremser, Bezirksleiter der Bergrettung im Pongau und Bergretter der Ortsstelle. Innerhalb kürzester Zeit waren 15 Bergretter aus Bad Gastein, Hundeführer der Bergrettung und Hubschrauberteams (Martin1, Martin 10 und Libelle) vor Ort. "Wir konnten den Einsatz aber wieder genauso rasch beenden, denn der Freerider wurde beim Abgang des Schneebrettes nicht verschüttet. Er hatte sich auch gleich bei den Einsatzkräften gemeldet", so Kremser weiter.
Nahezu zeitgleich wurden am Dienstag weitere Lawinenabgänge aus Bad Hofgastein (Siebenspitz), dem Lungau (Thomatal, Mattehanslgrube) sowie aus dem Raum Zell am See (Maurerkogel) gemeldet. In all diesen Fällen kamen keine Personen zu Schaden.
Appell der Bergrettung@(zwischenHeadlineTag)>
Angesichts der aktuellen Situation appellieren die Einsatzkräfte eindringlich zur Zurückhaltung im freien Gelände. Oberhalb der Waldgrenze herrsche derzeit erhebliche Lawinengefahr. Vor allem ältere, teils schwer erkennbare Triebschneeansammlungen sowie zusätzlicher Neuschnee stellen ein hohes Risiko dar.
