Vorsichtig positive Bilanz@(zwischenHeadlineTag)>
Der Österreichische Bergrettungsdienst, Landesorganisation Salzburg, zieht für das Jahr 2025 eine vorsichtig positive Bilanz. Mit insgesamt 723 Einsätzen verzeichnete die Bergrettung etwas weniger alpine Notfälle als im Jahr zuvor (2024: 782). Besonders erfreulich: Auch die Zahl der Verletzten und Todesopfer ging zurück.
Insgesamt wurden 631 Personen geborgen, davon 290 verletzt und 310 unverletzt. 31 Menschen kamen bei alpinen Unfällen ums Leben – deutlich weniger als im Jahr 2024, als 55 Todesopfer zu beklagen waren. Die meisten der geborgenen Personen stammten aus Österreich, gefolgt von Gästen aus Deutschland. Im Nationenranking der tödlich Verunglückten liegt Österreich vor Deutschland.
Als Gründe für den leichten Rückgang der Einsätze nennt Landesleiter Richard Freicham unter anderem das Wetter: "In den verregneten Monaten Mai und Juli waren weniger Menschen in den Bergen unterwegs. Zudem war die Schneelage im Dezember im alpinen Gelände sehr bescheiden, wodurch weniger Skitouren abseits der gesicherten Pisten unternommen wurden."
Sturz bleibt häufigste Unfallursache@(zwischenHeadlineTag)>
Die häufigste Unfallursache war auch 2025 der Sturz, mit 236 Einsätzen. Dahinter folgen Absturz und medizinische Notfälle mit jeweils 76 Einsätzen sowie das Verirren im Gelände (64). Lawinenereignisse wurden elf Mal registriert. Die meisten Unfälle ereigneten sich beim Wandern und Bergsteigen (296), gefolgt von Skilauf (82), Mountainbiken (29), Skitouren (28), Klettersteigen (24) und Rodeln (23). Auffällig ist, dass sich ein Großteil der Unfälle im Abstieg ereignete. Besonders betroffen waren Wanderwege und Steige, gefolgt von weglosen Geländeabschnitten.
Aufwendige Bergungen und viele Sucheinsätze@(zwischenHeadlineTag)>
Der Abtransport der Verunglückten erfolgte am häufigsten per Hubschrauber, gefolgt von Bergungen mit Trage, Akja oder Fahrzeug sowie selbstständigem Abstieg unter Begleitung der Bergrettung. Insgesamt leisteten 4619 Einsatzkräfte mehr als 11000 Einsatzstunden.
Auffallend war erneut die hohe Zahl an Sucheinsätzen. Mangelhafte Tourenplanung, fehlende Orientierung und Selbstüberschätzung führten vor allem im Spätfrühling und Sommer dazu, dass Bergsportler im steilen oder felsigen Gelände nicht mehr weiterkamen. Auch im Sommer mussten zahlreiche Personen aus Klettersteigen geborgen werden – häufig unverletzt, aber erschöpft oder blockiert. Besonders fordernd waren Einsätze bei Schlechtwetter oder in der Nacht, die oft nur terrestrisch durchgeführt werden konnten.

Der Abtransport der Verunglückten erfolgte am häufigsten per Hubschrauber (hier eine Übung).
Appell an Bergsportler: Sorgfältige Tourenplanung essenziell!@(zwischenHeadlineTag)>
Die Bergrettung Salzburg appelliert eindringlich an alle Bergsportler, Touren sorgfältig zu planen. Dazu gehören das Studium von Wetter- und Lawinenlagebericht, realistische Einschätzung von Kondition und Fähigkeiten sowie eine vollständige Notfallausrüstung. Biwaksack, Erste-Hilfe-Paket, Rettungsdecke und ein funktionierendes Mobiltelefon sollten bei keiner Tour fehlen.
Aktuell stehen in Salzburg 1472 aktive Bergretterinnen und Bergretter in 43 Ortsstellen rund um die Uhr bereit. Landesleiter Freicham betont die hohe Motivation und Ausbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte und bedankt sich für deren Engagement sowie für die gute Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen.


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