- Skimountaineering wird olympisch: So funktioniert der Wettbewerb
- Skibergsteigen: Das sind die Wettbewerbsformate
- Kurz aber knackig: Der Sprint
- Ausdauer und Teamarbeit: Das Mixed-Stafellrennen
- Die deutschen Vertreter bei den Skimo-Wettbewerben Mailand-Cortina 2026
- Tatjana Paller (DAV Tölz)
- Helena Euringer (DAV Berchtesgaden)
- Finn Hösch (DAV Bergland München)
- Die Wettkampftermine:
- Bormio: Klassiker im alpinen Skirennsport
Skimountaineering wird olympisch: So funktioniert der Wettbewerb@(zwischenHeadlineTag)>
Skimountaineering (kurz Skimo) stammt direkt vom klassischen Skibergsteigen ab. Der entscheidende Unterschied zur Freizeit-Skitour liegt nicht im "Was", sondern im "Wie schnell". Auf einem kurzen, künstlich angelegten Kurs werden Aufstieg, Abfahrt, Tragepassagen und Wechsel kombiniert. Der Aufstieg erfolgt dabei mit Klebefellen unter den Ski.
Beim Wechsel in die Abfahrt werden die Felle (in beeindruckender Schnelle und mit einer flüssigen Handbewegung) abgezogen und unter dem Rennanzug verstaut. Während Hobby-Skitourengeher für den Wechsel vom Aufstiegs- in den Abfahrtmodus mehrere Minuten benötigen, geht der Wechsel im Wettkampf in Sekunden.

Perfekte Vorbereitung für Olympia: Testwettkampf in Obergurgl
Skibergsteigen: Das sind die Wettbewerbsformate@(zwischenHeadlineTag)>
Bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 feiert Skimountaineering mit zwei Wettkampfformaten sein olympisches Debüt: dem Sprint sowie der Mixed-Staffel. Beide Wettbewerbe finden auf einem eigens angelegten Parcours im Zielbereich der bekannten Stelvio-Piste in Bormio statt und kombinieren Aufstiegs- und Abfahrtselemente auf engstem Raum.
Der Parcours ist bei beiden Wettkampfformaten identisch aufgebaut und besteht aus mehreren klar definierten Abschnitten. Zunächst absolvieren die Athletinnen und Athleten ein Aufstiegsteilstück auf Tourenski, bei dem die Ski mit Fellen ausgestattet sind. Es folgt ein Trageabschnitt, in dem die Ski am Rucksack befestigt werden und der Aufstieg ausschließlich mit Tourenskischuhen erfolgt. Den Abschluss bildet eine technisch anspruchsvolle Abfahrt, bei der nach einem schnellen Wechsel die Ski wieder angeschnallt werden.

Kurz aber knackig: Der Sprint@(zwischenHeadlineTag)>
Der Sprint ist ein kurzer, hochintensiver Wettbewerb über 610 Meter mit einer Höhendifferenz von 70 Metern und dauert in der Regel nur drei bis vier Minuten. Gefahren wird in mehreren Runden: Zunächst qualifizieren sich die Athletinnen und Athleten in einem Einzelrennen für die K.-o.-Phase, anschließend folgen Halbfinals und Finals. Durch das kompakte Format, die direkten Duelle und die kurzen Laufzeiten entsteht ein für Zuschauer leicht verständlicher und äußerst dynamischer Wettkampf, der die Sportler maximal fordert.
Ausdauer und Teamarbeit: Das Mixed-Stafellrennen@(zwischenHeadlineTag)>
Beim Mixed-Staffelrennen treten jeweils eine Athletin und ein Athlet gemeinsam an. Auf dem 1.310 Meter langen Parcours mit 135 Metern Höhendifferenz absolvieren beide Teammitglieder den Kurs abwechselnd, sodass insgesamt vier Teilstrecken zurückgelegt werden. Neben der physischen Belastung spielen hier vor allem taktisches Geschick, schnelle Wechsel sowie Teamarbeit eine entscheidende Rolle.
Das Format verbindet Ausdauer, Technik und Dynamik und gilt als besonders abwechslungsreich und zuschauerfreundlich. Bis zu 4000 Fans können dort dem Skimountaineering-Wettbewerb beiwohnen. Die Wettbewerbe werden live in der ARD im Fernsehen übertragen.
Die deutschen Vertreter bei den Skimo-Wettbewerben Mailand-Cortina 2026 @(zwischenHeadlineTag)>
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat drei deutsche Skibergsteiger für die Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 nominiert: Tatjana Paller (DAV Tölz), Helena Euringer (DAV Berchtesgaden) und Finn Hösch (DAV Bergland München) werden das SkimoTeamGermany beim olympischen Debüt der Sportart Skibergsteigen vertreten.
Tatjana Paller (DAV Tölz)@(zwischenHeadlineTag)>
Tatjana Paller (30) aus Lenggries kommt eigentlich aus dem Radsport, verbringt sehr gerne Zeit in den Bergen und liebt den Winter: "Skibergsteigen ist für mich der perfekte Sport – ein Mix aus sich hochquälen und die Abfahrt genießen."
Die achtfache Deutsche Meisterin und Vize-Weltmeisterin im Sprint muss mittlerweile niemanden mehr fragen, wie die Bindung nach dem Aufstieg wieder aufgeht: "Mein Ziel ist sicher nicht nur teilzunehmen: Nach der WM-Medaille im Sprint im letzten Jahr wäre das große Ziel eine olympische Medaille – auch wenn ich weiß, wie schwierig das wird, weil das natürlich alle wollen."
Helena Euringer (DAV Berchtesgaden) @(zwischenHeadlineTag)>
Die 20-jährige Helena Euringer aus Weißbach an der Alpenstraße ist dreifache Deutsche Meisterin, errang den 2. Platz beim Youth World Cup 2023 und einen 8. Platz bei der WM: "Skimo bedeutet für mich, draußen in der Natur meine Grenzen auszutesten, ans Limit zu gehen und mich immer wieder zu pushen. Olympia war eigentlich ein Kindheitstraum – auch wenn ich mich früher kaum getraut habe, ihn wirklich zu träumen. Dass ich jetzt als so junge Athletin Skimo bei Olympia vertreten darf, ist eine riesige Ehre und ein großes Sprungbrett."
Finn Hösch (DAV Bergland München) @(zwischenHeadlineTag)>
Der 23-jährige Pullacher ist vierfacher Deutscher Meister im Sprint der Herren und gewann 2024 den Team-Wettbewerb der PDG. Seine Sportkarriere hat er als Leichtathlet gestartet und war unter anderem Bayerischer Jugendmeister im Crosslauf. Seit 2019 ist er als Skibergsteiger aktiv und erhofft sich viel von den Olympischen Spielen: "Wir sind 18 Athleten bei Olympia – mit einem Finaleinzug rechne ich schon, und ich denke, wenn man in diesem Finalheat zu sechst an der Startlinie steht, ist alles möglich. Ich bin mit Skimo ohne Olympia groß geworden und hänge einfach an diesem Sport, darum ist es die Kirsche auf der Torte, dass ich jetzt bei den Spielen dabei bin."
Die Wettkampftermine: @(zwischenHeadlineTag)>
Die Olympischen Wettkämpfe im Skimountaineering finden an zwei Tagen statt:
19. Februar 2026: Sprint
9:50 Uhr: Vorläufe, Frauen
10:30 Uhr: Vorläufe, Männer
12:55 Uhr: Halbfinale, Frauen
13:25 Uhr: Halbfinale, Männer
13:55 Uhr: Finale, Frauen
14:15 Uhr: Finale, Männer
21. Februar 2026: Mixed Relay
ab 13:30
Bormio: Klassiker im alpinen Skirennsport @(zwischenHeadlineTag)>
Bormio und die Stelvio-Piste sind seit rund 20 Jahren Klassiker im alpinen Skirennsport: Auf der rund 3,5 Kilometer langen Piste mit einem Höhenunterschied von 1.023 Metern und einem maximalen Gefälle von 63 Prozent finden jedes Jahr Rennen des alpinen Weltcups statt. Sie zählt zu den schwierigsten und gefährlichsten Abfahrten der Welt. Sie wird nur im Herren-Weltcup befahren und gilt als besonders steil, schnell und kurvenreich.
Während der Olympischen Spiele sollen hier fünf Rennen (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Team-Kombination) ausgetragen werden. Den untersten Teil der Stelvio nutzen auch die Skibergsteiger für ihre Wettkämpfe. Für sie wird extra ein Parcours für Aufstieg und Abfahrt eingerichtet, der im Zielbereich der alpinen Abfahrt startet und endet.






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