Aufwendiger Bergrettungseinsatz am Herzogstand
Am Herzogstand oberhalb des Walchensees in den Bayerischen Voralpen kam es am Abend des 22. Februar zu einem aufwendigen Bergrettungseinsatz gekommen. Die Integrierte Leitstelle Oberland alarmierte die Bergwacht Kochel zu zwei Personen, die auf dem Wanderweg "H2" nahe eines Wasserfalls aufgrund großer Schneemengen, körperlicher Erschöpfung und einbrechender Dunkelheit nicht mehr weiterkamen.
Sechs Einsatzkräfte machten sich umgehend auf den Weg. Vier Bergretter wurden mit Unterstützung der Herzogstandbahn per Gondel nach oben gebracht und stiegen von dort in Richtung der blockierten Personen ab.
Mehrere Gleitschneelawinen im Einsatzgebiet@(zwischenHeadlineTag)>
Vor Ort zeigte sich eine heikle Lage: Mehrere Gleitschneelawinen waren bereits über den Weg abgegangen. Weitere Abgänge konnten nicht ausgeschlossen werden. Entsprechend waren die Einsatzkräfte mit kompletter Lawinenausrüstung unterwegs – auch zur Absicherung der beiden Betroffenen.

Diese befanden sich an einer absturzgefährdeten Steilstelle des Weges. Nach der Sicherung wurden sie kontrolliert talwärts begleitet. Gegen 22:00 Uhr erreichte die Bergwacht mit beiden Personen wohlbehalten die Talstation. Von dort konnten sie selbstständig die Heimreise antreten.
Frühling im Tal, Winter am Berg@(zwischenHeadlineTag)>
Der Einsatz verdeutlicht ein typisches Problem der Übergangszeit: Während im Tal bereits nahezu frühlingshafte Bedingungen mit wenig oder kaum Schnee herrschen können, bestehen in höheren Lagen weiterhin winterliche Verhältnisse mit erheblicher Lawinengefahr.
Die Bergwacht appelliert daher an alle Bergsportler, Touren sorgfältig zu planen, aktuelle Lawinenlageberichte zu beachten und Tourenplanung Ausrüstung sowie Zeitmanagement den Bedingungen anzupassen.




2 Kommentare
Kommentar schreibenWer bei dieser Wettersituation und Lawinengefahr in die Berge geht sollte nicht nur die Kosten der Rettung sondern auch eine Fette Strafe zahlen .
Da wird sich Silvester über die vielen Einsätze beklagt!was mittlerweile an Wandrrern u Skifahren ständig für aufwändige Einsätze stattfinden,das wird nicht kritisiert!Ebendso wie viele dabei sterben.Ich bin dafür das solch ungeplante Touren auf Eigenverantwortung ohne Anspruch auf Hilfe stattfinden,gerade wenn es vorsehbar ist!Welcher Gefahr sich Rwttungskräfte hier aussetzen übertrifft jedes Silvester!!!