Schwerer Unfall in der Trailrunning-Szene

Schock in der Trailrunning-Szene: Weitere Spitzenläuferin tödlich verunglückt

Nur wenige Wochen nach dem mutmaßlich tödlichen Unfall der kanadischen Skyrunnerin Kalie McCrystal am Matterhorn erschüttert ein weiterer Todesfall die internationale Trailrunning-Szene: Die norwegische Top-Läuferin Ida Amelie Robsahm ist bei einer Bergtour am Romsdalseggen tödlich abgestürzt.

Die norwegische Top-Läuferin Ida Amelie Robsahm ist bei einer Bergtour am Romsdalseggen tödlich abgestürzt.
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Top-Trailläuferin Ida Amelie Robsahm stirbt bei Bergunfall in Norwegen

Die norwegische Trailläuferin Ida Amelie Robsahm ist bei einem Sturz am Romsdalseggen ums Leben gekommen. Die 30-Jährige gehörte zu den besten Bergläuferinnen der Welt und stand erst im Juni beim Marathon du Mont-Blanc auf dem Podium.

Robsahm war gemeinsam mit ihrem Partner und Trainingskollegen Miguel Benitez unterwegs. Nach Angaben der norwegischen Polizei ereignete sich der Unfall am Vormittag nahe dem höchsten Punkt des bekannten Bergrückens. Die Läuferin stürzte in einem steilen Abschnitt mehrere Dutzend Meter ab. Benitez, der sich wenige Meter hinter ihr befand, alarmierte die Rettungskräfte.

<p>Ida Amelie Robsahm in ihrem Element.</p>

Ida Amelie Robsahm in ihrem Element.

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Luftrettung und Rettungshubschrauber wurden zum Unfallort geschickt. Robsahm konnte mit dem Hubschrauber geborgen werden, erlag jedoch ihren schweren Verletzungen. Die Polizei teilte später mit, dass alles auf einen Unfall hindeute. Die genaue Ursache des Sturzes ist bislang nicht bekannt.

Unfall auf einem der bekanntesten Berggrate Norwegens

Der Romsdalseggen oberhalb von Åndalsnes zählt zu den bekanntesten Bergtouren Norwegens. Die Überschreitung führt über rund elf Kilometer und etwa 1050 Höhenmeter bis auf 1329 Meter Höhe. Auf der Route gibt es mehrere ausgesetzte und steile Passagen.

Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte in der Region wechselhaftes Wetter mit Regenschauern und zeitweiligem Nebel. Ob die Bedingungen bei dem Unfall eine Rolle spielten, ist nicht bekannt.

<p>Ida Amelie Robsahm am Ziel bei der Weltmeisterschaft 2025.</p>

Ida Amelie Robsahm am Ziel bei der Weltmeisterschaft 2025.

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Robsahm gehörte zur Weltspitze im Trailrunning

Ida Amelie Robsahm hatte sich innerhalb weniger Jahre in die internationale Spitze des Berg- und Trailrunnings vorgearbeitet. Bei den Weltmeisterschaften 2025 im spanischen Canfranc wurde sie Vierte über die Short-Trail-Distanz von 44,5 Kilometern.

2026 folgte ihre bislang stärkste Saison. Im Mai erreichte sie beim traditionsreichen Zegama-Aizkorri-Marathon Rang vier. Ende Juni wurde sie beim 42 Kilometer langen Marathon du Mont-Blanc in Chamonix Zweite hinter der Schwedin Tove Alexandersson. Noch am 27. August war Robsahm beim UTMB Mont-Blanc am Start. Beim rund 60 Kilometer langen OCC belegte sie in 6:27:34 Stunden den fünften Platz.

Neben ihrer sportlichen Karriere arbeitete Robsahm als Lehrerin für Mathematik und Chemie in Oslo und startete für das ASICS Trail Team. Ihre Familie bedankte sich nach Bekanntwerden ihres Todes für die große Anteilnahme aus der Laufgemeinschaft.

Zweiter schwerer Verlust für die Trailrunning-Szene

Robsahms Tod trifft die internationale Trailrunning-Szene nur wenige Wochen nach dem Verschwinden der kanadischen Skyrunnerin Kalie McCrystal. Die 38-Jährige war am 1. September 2026 am Matterhorn unterwegs, um die Route über den italienischen Liongrat für einen geplanten FKT-Versuch zu erkunden. Nach der Gipfelbesteigung wurde sie beim Abstieg zuletzt nahe Pic Tyndall auf mehr als 4200 Metern Höhe gesehen. Trotz umfangreicher Suchaktionen fehlt von ihr bis heute jede Spur.

Nach zwei Wochen erklärte McCrystals Familie, die inzwischen bekannten Informationen deuteten darauf hin, dass sie beim Abstieg vom Matterhorn abgestürzt sei. Eine Bergung gelang bislang nicht. Die Behörden haben ihren Tod nicht offiziell bestätigt.