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Spektakuläre Hütten
Der DAV zimmert gerade fleißig an einem neuen Schatzkästchen, der Höllentalangerhütte unterhalb der Zugspitze. Voraussichtlich im Spätsommer heißt es dann "Sesam, öffne dich", wenn die "Hölle", wie sie liebevoll genannt wird, ihre Pforten öffnet: Eine sehenswerte Hütte, die Tradition und Moderne gelungen verbindet.
Das Öko-Ei am Montblanc sucht unter Berghütten seinesgleichen. Man könnte auch denken, auf über 3800 Metern Höhe sei ein Raumschiff gelandet. Dabei ist die Technik des viergeschossigen Baus mit seiner Inox-Fassade tatsächlich zukunftsweisend. Seine ungewöhnliche Konstruktion soll Stürmen bis zu 300 km/h standhalten.
Wie eine Kunstgalerie, die zum Staunen einlädt, thront die Cabane de Moiry vor dem riesigen Moiry-Gletscher. Nur dass die Meisterwerke nicht drinnen, sondern draußen in der Natur stehen. Der moderne Neubau schmiegt sich elegant an die renovierte Hütte aus dem Jahr 1924.
Das Monte-Rosa-Massiv hat mit dem Neubau der Monte-Rosa-Hütte einen Hauch Science-Fiction abbekommen. Auf 2900 Metern steht hier die "Berghütte der Zukunft". Innen warmes Holz und außen eine spacige Aluminiumhülle. Auf diesem Raumschiff muss man mal gewesen sein!
Eigentlich könnte sie auch ein modernes Schulgebäude sein, allerdings auf stattlichen 2575 Metern Höhe. Die Cristallinahütte ist das Ergebnis aus 142 Architektur-Vorschlägen. Heimelige Hüttenromantik mit Gamsgeweih sucht man in dem zweigeschossigen Holzbau vergeblich.
Neben der Tschiervahütte von 1951 prangt seit über zehn Jahren eine überdimensionale Holzkiste. Der moderne Anbau ist mit Lärchenbohlen verkleidet und fügt sich charmant ins Landschaftsbild ein. Die Aussicht aus dem schlichten Speisesaal ist fantastisch. Tradition und Moderne gehen hier Hand in Hand.
Die Jamtalhütte ist das Schlachtschiff unter den Berghütten und hat schon den einen oder anderen Kampf hinter sich. Nach den starken Lawinenschäden im Jahr 1999 wurde die Hütte lawinensicher gemacht. Heute bietet sie eine Indoor-Kletteranlage, Seminarräume und 180 Schlafplätze auf vier Etagen – und wirkt eher wie ein kleines Hotel in den Bergen.
Wie eine kleine Burg ragt die Lobbia-Alta-Hütte im Schottermeer hervor. Photovoltaik und Kollektoren sorgen für Energie. Der Komfort ist nicht herausragend, doch besitzt die Hütte einen Charme, dem auch schon Papst Johannes Paul II. erlegen ist.
Mit Windgeschwindigkeiten über 200 km/h hat die exponierte Stüdlhütte am Großglockner kein Problem. Möglich macht es ihre elliptische Form. Wie eine quer liegende, eingedrückte Tonne liegt die Hütte da. Das Gebäude ist dank Solar- und Photovoltaik-Technik weitgehend energieautark.
Das Schiestlhaus am Hochschwab könnte wohl auch als Drei-Spänner in einem ultramodernen Neubaugebiet stehen. Als erstes hochalpines Passivhaus benötigt es extrem wenig Energie. Solartechnik, Abluftwärmetauscher und ein ausgeklügeltes Abwassersystem machen es möglich. Die Architektur ist dabei strikt nach funktionalen Anforderungen konzipiert und steht damit im Widerspruch zur traditionellen Bauweise von Berghütten. 46 qm Solarkollektoren und 68 qm Solarzellen sprechen eine Sprache für sich.









