Neuer Fernwanderweg in Graubünden

Weitwandern an der Bernina: Über fünf Etappen 4000er bestaunen

Bernina: Dieser Name lässt die Herzen vieler Bergliebhaber höher schlagen. Nun führt ein neuer Fernwanderweg näher an das Bergmassiv heran – in fünf Etappen und mit fabelhaften Aussichten führt er von Poschiavo über das Bernina-Hospiz und die Diavolezza ins Oberengadin.

Den 4000ern ganz nah und dabei Sonne satt: Süd­liche Lebens­freude im Kopf macht den Rucksack gefühlt leichter beim Anstieg durch das Val d’Arlas.
© Ulrike Frömel

Weitwandern im Engadin: Hier ist man goldrichtig!

Vorab eine Triggerwarnung: Alle, die gerne in brüchigem Fels klettern und leidenschaftlich durch hüfthohen Schnee spuren, sollten besser weiterblättern. Denn nichts davon werden sie auf der neu angelegten Bernina-Tour finden. Und auch all jene, die in den Bergen vorrangig Weltabgeschiedenheit suchen und ausschließlichen Naturkontakt, werden bei der folgenden Beschreibung möglicherweise ein nervöses Zucken in den Augenbrauen spüren. Denn der fünftägige Weitwanderweg mit dem 4049 Meter hohen Gipfel im Namen führt nicht im Kailash-Prinzip um das Bergmassiv herum. 

Er verlangt keine Entbehrungen und bleibt stets auf der gut erschlossenen Engadiner Seite. Das bedeutet zum Beispiel, dass immer mal wieder die Züge der teils von der UNESCO gelisteten Rhätischen Bahn durchs Bild kreuzen. Oder dass man bei der Ankunft am Berninapass unversehens in einen Trupp benzinverliebter Motorradfahrer stolpert. Und auf dem Geröllanstieg entlang des folienverhüllten Diavolezzafirns über die Folgen des Klimawandels nachsinnen kann.

<p>Der Wegverlauf der neuen Bernina-Tour.</p>

Der Wegverlauf der neuen Bernina-Tour.

© ALPIN
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Text von Andrea Mertes

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