Im goldenen Herbst besonders schön

Herbstwandern im Inntal: 10 traumhafte Gipfeltouren

Im Herbst lockt das Inntal mit aussichtsreichen Gipfeln, bunten Wäldern und zahlreichen Almen und Hütten. Wir haben zehn besonders schöne Wanderungen für die goldene Jahreszeit zusammengestellt.

Der herbstliche Wendelstein im Blick
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Wandern im goldenen Herbst: Traumziel Inntal

Wenn sich die Wälder rund um das Inntal gelb, rot und orange färben, beginnt für viele Bergwanderer eine der schönsten Zeiten des Jahres. Die Luft ist oft klar, die Fernsicht reicht über die Bayerischen und Tiroler Alpen bis weit ins Alpenvorland – und auf vielen Wegen wird es merklich ruhiger.

Die Auswahl reicht von einfachen Familienwanderungen über aussichtsreiche Almwege bis zu längeren Gipfeltouren. Unterwegs laden zahlreiche Hütten und Almen zur Einkehr ein – sofern sie noch geöffnet haben. Gerade im späteren Herbst lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten.

Auch die Anreise ist unkompliziert: Viele Ausgangspunkte am nördlichen Alpenrand und im Inntal sind von München aus schnell erreichbar, teilweise auch gut mit der Bahn. So steht einem herbstlichen Tag in den Bergen wenig im Weg.

<p>Nicht nur die Gipfel locken im Herbst, auch das Wasser bekommt einen besonderen Reiz, wie z.B. hier am Sillbach-Wasserfall bei Bayrischzell.</p>

Nicht nur die Gipfel locken im Herbst, auch das Wasser bekommt einen besonderen Reiz, wie z.B. hier am Sillbach-Wasserfall bei Bayrischzell.

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10 schöne Herbsttouren rund ums Inntal

1. Wendelstein, 1838 m, vom Sudelfeld

Eine schöne Halbtageswanderung führt vom Sudelfeld über Almgelände zum Wendelsteinkircherl und zum Gipfel hinauf. Variationsmöglichkeiten ergeben sich mit den beiden Bergbahnen von Brannenburg und Bayrischzell.

  • Wanderung leicht, 4-5 Std., 750 Hm

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Bayrischzell, 800 m.

  • AUSGANGSPUNKT Parkplatz Unteres Sudelfeld, 1094 m.

  • ROUTE Vom Unteren Sudelfeld über den Südhang des Tagweidkopfs zu den Wendelsteinalmen und weiter über die Zeller Scharte zum Wendelsteinhaus und zum Wendelsteinkircherl. Von dort weiter zum Wendelsteingipfel. Auf demselben Weg zurück.

<p>Der herbstliche Wendelstein im Blick</p>

Der herbstliche Wendelstein im Blick

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2. Farrenpoint, 1273 m, von Bad Feilnbach

In einer familienfreundlichen Runde auf die "Stierwiese" am Nordrand des Wendelsteinstocks: Der Gipfel selbst ist unscheinbar, aber die Panoramaaussicht auf das Mangfallgebirge und in die Chiemgauer Alpen ist atemberaubend. Besonders lohnenswert ist die Tour im Frühjahr oder Herbst, wenn die Wanderwege weniger überlaufen sind. Im Abstieg eine hübsche Bachwanderung. 

  • Wanderung, leicht, 4 Std., 730 Hm

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Bad Feilnbach, 512 m.

  • AUSGANGSPUNKT Wanderparkplatz am Beginn des Jenbachtals, 540 m.

  • ROUTE Von Bad Feilnbach östlich am Jenbach entlang und auf der Forststraße über die Huberalm zum Farrenpoint. Im Abstieg auf demselben Weg zurück bis zum Waldrand. Über die Walchalm und auf dem Fußweg links des Jenbachs hinab nach Bad Feilnbach.

<p>Gipfelkreuz am Großen Traithen mit Blick zum Wilden Kaiser.</p>

Gipfelkreuz am Großen Traithen mit Blick zum Wilden Kaiser.

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3. Kleiner und Großer Traithen, 1852 m, von der Rosengasse

Eine ruhige Rundtour über dem Sudelfeld, bei der es über drei Gipfel geht. Mit tollen Blicken auf das Leitzachtal und den Zahmen und Wilden Kaiser.

  • Wanderung, mittel, 4-5 Std., 700 Hm.

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Bayrischzell, 800 m.

  • AUSGANGSPUNKT Parkplatz ­Rosengasse am Ende der Stichstraße vom Tatzelwurm, 1090 m.

  • ROUTE Von der Rosengasse hinauf über die Walleralm zum Vogelsang. Nun immer am Kamm entlang auf den Kleinen Traithen und vorbei an der Fellalm weiter über den Großen Traithen zum Unterberger Joch und zum Steilnerjoch. Von dort nach Norden hinab über die Rosengassenalm zum Parkplatz.

<p>Herbstliche Ausblicke am Brünnstein in die Hohen Tauern</p>

Herbstliche Ausblicke am Brünnstein in die Hohen Tauern

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4. Brünnstein, 1619 m, von der Rosengasse

Abwechslungsreiche Runde auf die Felsburg hoch über dem Inntal. Mit Hütte, Felsgasse, ver­sichertem Steig, Gipfelkapelle und Tauernblick. Für Ausdauernde oder mit einer Übernachtung am Brünnsteinhaus auch mit der Tour auf den Großen Traithen kombinierbar.

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Bayrischzell, 800 m.

  • AUSGANGSPUNKT Parkplatz ­Rosengasse am Ende der Stichstraße vom Tatzelwurm, 1090 m.

  • ROUTE Von der Rosengasse geht es über die Rosengassenalm zur Himmelmoosalm hinauf und weiter zum Brünnsteinhaus. Von hier auf dem versicherten Julius-Mayr-Steig auf den Brünnstein und nach Westen hinab zur Himmelmoosalm und zurück zur Rosengasse.

Auf der Suche nach einer Hütte für den Herbst? Hier haben wir die schönsten Hüttenziele für euch zusammengestellt:

5. Petersbergl, 848 m, und Asten, 1104 m

Burg, Ex-Kloster, Biergarten, sonnige Alm – die Kombination Petersbergl und Asten hoch über dem Inntal hat all das zu bieten. Auf einfachen Wegen ist sie zudem für die ganze Familie möglich.

  • Wanderung, leicht, 3,5-4 Std., 720 Hm.

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Flintsbach, 478 m.

  • AUSGANGSPUNKT Parkplatz zur Asten südlich von Flintsbach, 480 m.

  • ROUTE Auf der Almstraße zur Asten. An der Burg Falkenstein vorbei geht es durch Hochwald bis zu einer Verflachung. Kurz danach zweigt links der Anstieg zum Petersbergl mit seiner Kirche und dem Gasthaus ab. Anschließend geht es wieder hinab zur Verzweigung und nun links hinauf in einigen Straßenserpentinen bis ins freie Gelände mit den Gebäuden des Bergbauernhofs Asten. Abstieg wie Aufstieg.

<p>Blick vom Breitenstein auf den Wendelstein</p>

Blick vom Breitenstein auf den Wendelstein

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6. Breitenstein, 1622 m, von Birkenstein

Vom Wallfahrtsort Birkenstein geht es auf einer familienfreundlichen Rundtour mit drei Einkehrmöglichkeiten zum Nachbarberg des Wendelsteins, dem Breitenstein.

  • Wanderung, leicht, 3-4 Std., 790 Hm.

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Fischbachau, 772 m.

  • AUSGANGSPUNKT Wanderparkplatz am Ende der Birkensteinstraße in Fischbachau, 840 m.

  • ROUTE Auf der Almstraße über die Kesselalm zur Hubertushütte und zum Breitenstein. Hinab geht es nach Nordwesten über die Bucheralm zur Schwaigeralm und auf einem Querweg zurück zur Wallfahrtskirche Birkenstein.

Fit durch den Herbst und vorbereitet für die Skitourensaison? Das geht mit unseren Übungen ohne Geräte und Hilfsmittel:

7. Rehleitenkopf, 1338 m, Riesenkopf, 1337 m

Rehleitenkopf und Riesenkopf sind zwei fast gleich hohe Gipfel über der Almfläche der Asten. Kleine Steige, aber dafür große Aussicht zeichnet das Gipfelpaar aus.

  • Wanderung, leicht, 5-6 Std., 790 Hm.

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Flintsbach, 478 m.

  • AUSGANGSPUNKT Parkplatz zur Asten südl. von Flintsbach, 480 m.

  • ROUTE Wie bei Tour 5 oder auf schmalem Steig vom Parkplatz nach Westen ausholend über den Wagnerberg zur Asten. Nun über Wiesengelände nach Westen und über den Südostrücken auf den Rehleitenkopf. Von dort steigt man kurz auf dem Anstiegsweg ab, dann nach Norden hinab und über die Riesenkopfalm auf den Riesenkopf. Zurück zur Alm und über die Asten zum Ausgangspunkt.

8. Kranzhorn, 1367 m, über die Bubenau

Eine Aussichtskanzel über dem Inntal von allererstem Rang. Mit zwei Einkehrmöglichkeiten, zwei Gipfelkreuzen, zwei Wegen, aber nur einer Kapelle unter dem Kranzhorngipfel.

  • Wanderung, leicht, 3 Std., 500 Hm.

  • BESTE ZEIT Mai – November.

  • TALORT Erl am Inn, 476 m.

  • AUSGANGSPUNKT Parkplatz Kranzhorn, 880 m.

  • ROUTE Auf einer Forststraße links durch den Wald hinauf ins Almgelände der Bubenau. Weiter durch einen Waldsaum hinauf zur Kranzhornalm (1222 m). Am Almgebäude vorbei und in zwei Serpentinen hinauf aufs Gipfelplateau. Die letzten Meter auf den felsigen Gipfel sind mit einem Handlauf gesichert. Hinab geht es über die Kranzhornalm und weiter auf der Almstraße über die Ottenalm und die Hintermoaralm zum Parkplatz zurück.

<p>Von der Hochries kann man den Blick über das Kaisergebirge, das Inntal und die Bayerischen Voralpen schweifen lassen.</p>

Von der Hochries kann man den Blick über das Kaisergebirge, das Inntal und die Bayerischen Voralpen schweifen lassen.

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9. Hochries, 1619 m, über den Karkopf

Als Seilbahnberg, Chiemseeaussicht und Hausberg der Rosenheimer bekannt, bietet die Hochries auch ruhige Anstiege, etwa über die Spatenau und den Karkopf.

  • Wanderung, leicht, 5 Std., 880 Hm.

  • BESTE ZEIT Juni – November.

  • TALORT Grainbach, 680 m.

  • AUSGANGSPUNKT Waldparkplatz Spatenau, 760 m.

  • ROUTE Über die Doaglalm hinauf in den Sattel zwischen Feichteck und Karkopf. Entweder über den Grat auf den Karkopf oder unter ihm hindurch und auf dem Südwestrücken auf die Hochries. Hinab über die Seitenalmen und die Doaglalm zum Ausgangspunkt.

<p>Blick von der Hochries ins Innatl</p>

Blick von der Hochries ins Innatl

© picture alliance / Dr. Wilfried Bahnmüller

10. Heuberg, 1388 m, von Nußdorf

Eine schöne Rundtour auf einen mehrgipfligen Wächter über dem Inntal. Schmale Wege im Aufstieg, ein kurzer versicherter Steig führt als Option auf die Wasserwand. Der Kitzstein böte sich als dritte Gipfeloption an. Almgelände samt Einkehrmöglichkeit und eine Einsiedelei auf dem Weg hinab.

  • Wanderung, leicht, 5 Std., 900 Hm.

  • BESTE ZEIT Mai – November.

  • TALORT Nußdorf, 487 m.

  • AUSGANGSPUNKT Parkplatz in Nußdorf bei der Kirche, 480 m.

  • ROUTE Ans südöstliche Ortsende und auf der Forststraße zur Einsiedelei zum Waldrand. Auf einem Fußweg rechts und über die Bichleralm und den Nordrücken zum Heuberg. Von hier kurz über den Wiesenhang nach Norden zum versicherten Steig auf die Wasserwand (1367 m, A/B). Als Abstieg zurück zum Wandfuß und nach Osten zur Daffnerwaldalm (1050 m). Weiter auf der Almstraße über die Einsiedelei zurück nach Nußdorf.

Sicher auf herbstlichen Bergtouren - mit unseren Tipps:

Text von Andrea Strauß

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