Hütte des Monats

Sesvennahütte: Frischer Look und einsame Touren im Obervinschgau

Nach einem großen Umbau präsentiert sich die beliebte Schutzhütte oberhalb von Schlinig im Obervinschgau seit letztem Sommer im komplett neuen Look. Auch neu: das junge und sehr engagierte Pächterpaar.

Seit 1980 ist die zwischen Reschenpass und ­Engadin ­gelegene Sesvennahütte beliebt bei Wanderern und Mountainbikern. Seit 2025 erstrahlt sie in neuem Glanz.
© Stefan Herbke

Sesvennahütte: So wurde der Hüttenklassiker modernisiert

Fünfundvierzig Jahre. Für eine alpine Schutzhütte ist das eigentlich noch ein jugendliches Alter. Dennoch war die im Jahr 1980 von mehreren Vinschgauer Sektionen des Alpenvereins Südtirol (AVS) erbaute Sesvennahütte doch so langsam in die Jahre gekommen und musste komplett umgebaut werden.

Seit fünfundvierzig Saisonen fungierte die Hütte auf 2.256 Metern Seehöhe als beliebtes Basislager für Wanderer und Mountainbiker. Jetzt war höchste Zeit für eine Frischzellenkur. "Wir brauchen keinen Luxus am Berg, nur eine sichere Unterkunft. 

<p>Für das junge Pächterpaar Indira und Georg  ist "Ihre" Sesvennahütte ein besonderer Ort der Entschleunigung und Einfachheit. </p>

Für das junge Pächterpaar Indira und Georg ist "Ihre" Sesvennahütte ein besonderer Ort der Entschleunigung und Einfachheit. 

© Stefan Herbke

Deshalb haben wir die Hütte ressourcenschonend saniert", so AVS-Präsident Georg Simeoni. In der Realität bedeutet dies, dass zwar die Stube, Bar und Küche erhalten geblieben sind, der große Rest der Hütte allerdings im Sommer 2025 komplett neu errichtet wurde.

Das Ergebnis der rund drei Millionen Euro teuren Sanierung kann sich jedenfalls sehen lassen. Rein optisch begeistert die um ein Stockwerk vergrößerte und komplett mit Holzschindeln verkleidete Hütte gleich auf den ersten Blick.

Von außen erinnert nichts mehr an das alte Gebäude. Wer jedoch von der großen Sonnenterrasse ins Haus geht, der tritt ein in den urgemütlichen Teil der Hütte aus dem Jahr 1980 und fühlt sich in der holzgetäfelten Stube mit dem schönen Kachelofen auf Anhieb wohl.

<p>Die Sesvennagruppe ist bekannt für viele kleine Seen.</p>

Die Sesvennagruppe ist bekannt für viele kleine Seen.

© Stefan Herbke

Gleich dahinter wechselt man in den modernen, großzügig gestalteten Neubau mit kuscheliger Leseecke im Treppenhaus und schönen Zimmern. Wobei hier nach dem Motto "Qualität statt Quantität" die Zahl der Schlafplätze nicht etwa erhöht, sondern reduziert wurde.

Die jungen Pächter Georg Messner und Indira Habicher sind jedenfalls sehr zufrieden mit ihrer frisch erstrahlten Sesvennahütte. "Die neue Infrastruktur erleichtert einem das Leben um einiges", freut sich Georg.

<p>Motivationsbrief auf steinharter Schreibunterlage.</p>

Motivationsbrief auf steinharter Schreibunterlage.

© Stefan Herbke
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Text von Stefan Herbke

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