Klettern bei Berchtesgaden: Die Vertikale im Herzen
Die Berchtesgadener Alpen sind Heimat mächtiger Felswände aus bestem Kalk. Sie bilden die Kulisse für Kletterabenteuer jenseits des Mainstreams – für alle, die aus der Komfortzone heraustreten wollen.

Berchtesgaden: ein Wunderland ohnegleichen
Bereits 1911 veröffentlichte der Traunsteiner Bergsteiger Max Zeller einen ersten Kletterführer über die Berchtesgadener Alpen. Im Vorwort schrieb er voll Ergriffenheit: "Berchtesgaden ist ein Wunderland ohnegleichen, das an landschaftlicher Schönheit alle anderen nördlichen Alpengebiete übertrifft. Malerisch ist die Gegend, voll mannigfacher Reize an Farben, Formen und Stimmungen."
Da mag es etwas verwundern, dass die Region als Klettergebiet seit jeher weit weniger bekannt war als beispielsweise der Wilde Kaiser oder das Wettersteingebirge. Neben der komplizierteren Erreichbarkeit von München aus, sind wohl die oft langen Zustiege das Entscheidende.
Klettern bei Berchtesgaden: Die Grundübelkante
Zur Grundübelkante schrieb Richard Goedeke: „Wer nicht auch wandern mag, der verzichte auf diesen Klassiker.“ Und Recht hat er, denn schon der Weg zum Einstieg ist alles andere als einfach. Durch wilde Gräben und Runsen voll von splittrigem Gestein führen die stellenweise nur schwer erkennbaren Pfadspuren. Selbst als Gebietskenner benötigen wir mehr als zwei Stunden, bis wir endlich unsere Klettergurte anlegen können.

Stand auf dem zweiten Pfeilerkopf der Grundübelkante. Das Seil kann bald weggepackt werden, der Tourentag ist aber noch lange nicht vorbei.
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