Dass Laura Dahlmeier eine begeisterte Kletterin ist, wissen ALPIN-Leser schon länger. In ALPIN 04/2015 haben wir ein ausführliches Interview mit der Garmisch-Partenkirchnerin veröffentlicht. Darin erzählt Laura Dahlmeier, wie sie von den Erfahrungen im Bergsport auch im Biathlon profitieren kann.
In den letzten Jahren hat Laura Dahlmeier neben vielen anderen Bergen das Matterhorn und den Piz Badile bestiegen, den Elbrus mit Skiern gemeistert und ist eine Bigwall am El Capitan geklettert. Beim Klettern fühlt sie sich bis zum VIII. Grad zu Hause.
Bei ihren alpinen Unternehmungen hat sie gelernt und trainiert, was man dringend braucht, wenn vom nächsten Treffer am Schießstand die Gold-Medaille einer WM abhängt: Coolness und Nervenstärke. "Scheiß' dir nix, dann fehl dir nix" ist das Lebensmotto Dahlmeiers am Berg und im Biathlon, wo dieser derbe, urbayerische Spruch sogar auf ihrem Gewehr zu lesen ist.
In unserem Interview sagte Laura Dahlmeier über ihre Kletter-Leidenschaft:
"Man kann viele Fähigkeiten daraus auch auf den Biathlonsport übertragen. Am Berg kann man ja auch nicht sagen: Ich mag jetzt nicht mehr, ich höre auf. In der Wand musst du dich zusammenreißen. Beim letzten Schießen sind das die, die noch mal fokussieren können."
ALPIN gratuliert der symphatischen Oberbayerin zu ihrem überragenden Erfolg in Hochfilzen und wünscht ihr weiter viel Erfolg in ihrer Biathon-Karriere und am Berg.


5 Kommentare
Kommentar schreibenNicht nur die Nerven, sondern auch Ausdauer und Leidensfähigkeit werden durch die Bergsteigerei gestärkt, aber eine gewisse coolness und Willenskraft sind auch in den Genen verankert. So wie Laura es gesagt hat, wenn ich beim Biathlon eine Blase an Fuß oder Hand habe, kann ich mir Krücken reichen lassen oder die Skistöcke aus der Hand legen, beim Bergsteigen muss ich Hand oder Fuß weiter belasten, bis ich unten bin. Auch Muskelkater oder leichte Verletzungen müssen ausgestanden werden. Allerdings ohne funktionierende Bergrettung hochgefährlich.
Mittlerweile hat laura Ama Dablam bestiegen und hat als schnellste Besteigerin des Bergs Geschichte geschrieben und ist leider aufgrund des eingegangenen Risikos am laila peak Geschichte. Am Ama Dablam hat sie es richtig gemacht, erst mal erkunden und dann unter Topbedingungen mit Vollgas hoch, am laila peak hat sie sich selbst unter Druck gesetzt, da hätte sie früher umkehren müssen, denn "aufgeschoben ist nicht aufgehoben".
Wenn Boarisch dann richtig: Scheiss d........., dann feitse nix.
@Eddi, Sie haben recht, Laura Dahlmeier hatte die Ama Dablam bei ihrer Reise nach Nepal als Ziel, dieses Ziel aber aufgrund der schwierigen Verhältnisse aufgegeben. Da haben wir nicht genau genug recherchiert. Danke für den Hinweis. Wie haben den Text entsprechend angepasst
Laura hat die Ama Dablam nicht bestiegen...!