Weitwandern im Salzburger Land

Salzburger Almenweg: 25 Etappen Fernwandern für Feinschmecker

Immer auf der Sonnenseite lockt der Salzburger Almenweg mit unvergesslichen Wandererlebnissen zwischen blumenreichen Bergwiesen, urigen Hütten und einer zünftigen Einkehr. Ein Weg für Genießer und alle, denen die alpine Kultur am Herzen liegt.

Salzburger Almenweg: Wandern auf der Sonnenseite
© IMAGO / Rainer Mirau

Salzburger Almenweg: 25 Etappen voller Almgenuss & Bergglück

Die Alm ist ein Stück Lebensgefühl in den Bergen und einer der wichtigsten Bestandteile alpiner Kulturlandschaften. Und sie ist für viele von uns Bergfreunden ein Sehnsuchtsort. Ihr hat das Salzburger Land einen ausgedehnten Themenweg gewidmet, der in 25 Tagesetappen Täler und Höhen durchstreift und die 25 Orte des Pongaus verbindet.

Er führt vorbei am Hochkönig und durch die Salzburger Schieferalpen, ins Gasteiner- und Großarltal, in die Niederen Tauern, zum Dachstein und ins Tennengebirge. Und er ist als Rundweg angelegt. Egal ob man drei Tage oder drei Wochen wandern möchte, den Almenweg kann man in jedem Talort starten oder auch wieder verlassen. Geschlafen wird ganz nach Lust und Laune unten im Tal oder auf den Almen, Hütten oder Gasthöfen oben am Berg. 

<p>Etappenziel am Hochkönig: Das Arthurhaus zu Füßen der Mandlwände.</p>

Etappenziel am Hochkönig: Das Arthurhaus zu Füßen der Mandlwände.

© Thomas Harrer

Schritt für Schritt erwandert man sich den Abstand vom Alltag und dringt tiefer ein in das Glück, das die Berge bescheren. Es schmeckt nach einer deftigen Brettljause und spiegelt sich im tiefblauen Bergsee. Es wächst am Wegesrand wie der blaue Enzian und das duftende Kohl-Röschen oder liegt in der Luft wie das Spiel der Wolken um Gipfel und Grate.

Von Werfen über die Mitterfeldalm und das Arthurhaus bis nach Dienten am Hochkönig führt unsere Etappe am Salzburger Almenweg tief hinein in jenes besondere Gefühl, das nur eine Alm schenken kann. Nach einem langen Wandertag knarrt das Almgatter, die Beine sind müde, Hunger und Durst groß. 

<p>Sonnengegerbt: die Molterauhütte am Mühlbacher Höhenweg.</p>

Sonnengegerbt: die Molterauhütte am Mühlbacher Höhenweg.

© Robert Demmel

Und dann taucht sie auf: eine uralte Hütte mit sonnengegerbter Fassade, schindelgedecktem Dach und einem Brunnen vor der Tür. Rauch steigt aus dem Kamin, Blumen schmücken die Fensterbank – und plötzlich ist da dieses Gefühl von Dankbarkeit. Fast so, als käme man nach Hause.

Auf jeder Etappe: Typische Almgerichte und echte Gastfreundschaft

Für unsere Begleiterin Hanna ist der Almenweg ein Heimspiel. Als Projektverantwortliche kennt sie jede Etappe und versteht den Weg als ganzheitliches Weitwandererlebnis. "Auf jeder Etappe erreicht man mindestens eine Alm, oft mehrere.

Sie werden traditionell bewirtschaftet und mit viel Liebe geführt – Wanderer genießen hier typische Almgerichte und echte Gastfreundschaft." Ist der Hunger gestillt, wandert man weiter – oder bleibt einfach. In dieser stillen Welt am Berg, in der Körper, Geist und Seele wie von selbst in Einklang kommen.

<p>Ein Juwel: die Gadaunerer Hochalm im Gasteinertal, sie liegt an der Etappe 7a des Almenweges.</p>

Ein Juwel: die Gadaunerer Hochalm im Gasteinertal, sie liegt an der Etappe 7a des Almenweges.

© Robert Demmel

ALPIN Info und Touren: Der Salzburger Almenweg

Almenglück: Der Salzburger Almenweg verbindet das Wandern mit dem Kennenlernen eines Stückes alpinen Lebensgefühls – der Alm! Ein ganzheitliches Erlebnis, das ihr keinesfalls verpassen solltet.

Wandern am Salzburger Almenweg – die gesamte Runde

Auf der Spur des blauen Enzians: Genusswandern im Tennengebirge, in der Region Hochkönig, über die Salzburger Sonnenterrasse, durchs Gasteinertal, ins Großarltal, durch die Salzburger Sportwelt und nach Obertauern.

<p>Am Tappenkarsee beginnt die zwölfte Etappe des Almenweges.</p>

Am Tappenkarsee beginnt die zwölfte Etappe des Almenweges.

© Robert Demmel

Salzburger Almenweg Etappe 1: Wanderung Werfen – Arthurhaus

Die erste Etappe des Salzburger Almenweges führt Wanderer über einen stolzen Höhenunterschied von über 1100 Metern aus dem Salzachtal durch das Höllntal hinauf in das Sonnenreich des Hochkönigs. Ein Auftakt nach Maß.

  • Wanderung, mittel, 12,8 km

  • 5:30 Std., Auf 1155 Hm, Ab 175 Hm

  • Beste Zeit: Juni bis September. 

  • Ausgangspunkt: Werfen, 524 m.

  • Endpunkt: Arthurhaus, 1503 m.

  • Route: Die Etappe beginnt in Werfen und folgt der Salzach etwa 2 km flussaufwärts bis Imlau, hinter dem Reitsamerhof, wo der Weg ins Höllntal über das Schwabegg abzweigt. Vorbei am ehemaligen Gasthof Hölln führt die Route kurz vor einem Jagdhaus links hinauf zur Grünmaisalm. Hier endet der Forstweg, und ein Steig beginnt etwas oberhalb, der nach etwa 1 km wieder eine Forststraße erreicht. Nach weiteren 100 m Richtung Westen zweigt erneut ein Steig ab, der zunächst steiler, dann gemütlicher zur Stegalm führt. Von dort sind es noch rund 270 Höhenmeter und etwa 1 Stunde Gehzeit bis zur Mitterfeldalm – dem Scheitelpunkt dieser Etappe, an dem eine Einkehr unbedingt empfohlen ist. Nach einer Stärkung geht es in etwa einer halben Stunde hinunter zum Arthurhaus, dem Ziel dieser Wanderetappe.

  • ALPIN-Tipp: Zum Sonnenunter- oder -aufgang lohnt die etwa 40-minütige Wanderung auf den Hochkeil mit seiner großartigen Aussicht auf die nahen Südwände des Hochkönigs und seine Trabanten. Auch der Blick über den Pinzgau und Pongau hinweg in die Hohen Tauern, zum Tennengebirge und zum Dachstein ist fantastisch.

<p>Spezielle Stunde: Sonnenaufgang am Hochkeil.</p>

Spezielle Stunde: Sonnenaufgang am Hochkeil.

© Robert Demmel

Salzburger Almenweg Etappe 2: Wanderung Arthurhaus – Dienten

Auf der Sonnenseite: Die sanften su¨dseitigen Almböden unter den himmelstürmenden Felswänden des Hochkönig locken mit dieser Genusswanderung – und jeder Menge gastlicher Einkehrmöglichkeiten.

<p>Der Hochkönig im Blick.</p>

Der Hochkönig im Blick.

© Robert Demmel

Text von Robert Demmel

0 Kommentare

Kommentar schreiben