Unfall an der Vincent-Pyramide@(zwischenHeadlineTag)>
Der Unfall ereignete sich am 28. Februar kurz nach 13:30 Uhr im Bereich der Piramide Vincent auf etwa 3900 m Höhe. Die Route gilt laut Bergrettung Aostatal als stark spaltengefährdet. Eine französische Dreierseilschaft war voraus unterwegs, als ein Bergsteiger ausrutschte und in eine Spalte stürzte.
Zwei Skibergsteiger aus einer nachfolgenden italienischen Gruppe wollten helfen. Während sie sich der Unfallstelle näherten, brach eine Schneebrücke ein, beide stürzten ebenfalls in die rund 30 Meter tiefe Spalte. Insgesamt befanden sich nun drei Personen im Schacht.
Schwierige Rettung in 30 Metern Tiefe@(zwischenHeadlineTag)>
Die alarmierte Bergrettung Aostatal und die Guardia di Finanza erreichten den Unfallort per Hubschrauber. Aufgrund der Tiefe und Enge der Spalte war ein konventionelles Rettungssystem nicht einsetzbar. Die Retter setzten einen motorisierten Flaschenzug ein; zwei Einsatzkräfte stiegen frei hängend in die Spalte ab, um die Verletzten zu sichern.
Der französische Bergsteiger und der 27-jährige Italiener konnten lebend geborgen und ins Krankenhaus Aosta geflogen werden. Laut La Repubblica seien ihre Verletzungen nicht lebensbedrohlich.
61-Jähriger stirbt in der Spalte@(zwischenHeadlineTag)>
Für den 61-jährigen Italiener kam jede Hilfe zu spät. Laut Paolo Comune, Direktor des Soccorso Alpino Valdostano, reagierte der Mann bereits beim Eintreffen der Retter nicht mehr. Er war zwischen Eisblöcken eingeklemmt und konnte zunächst nicht geborgen werden. Schlechte Wetterbedingungen verhinderten eine sofortige Rückkehr zur Unfallstelle. Am 03. März wurde der Leichnam schließlich geborgen.
Sicher am Gletscher: Was Skibergsteiger wissen müssen@(zwischenHeadlineTag)>
Der Unfall zeigt die Risiken von Gletschertouren bei dünner Schneeauflage. Bergretter betonen, dass Seilschaften im Spaltengebiet Pflicht sind. Wer im hochalpinen Gelände unterwegs ist, sollte die wichtigsten Techniken und Verhaltensregeln kennen und im Ernstfall anwenden können.
In einer Zweierseilschaft am Gletscher sind die Abstände und die Seillänge entscheidend: Zu wenig Seil bedeutet, dass beide Partner gleichzeitig in eine Spalte fallen können. Wer einbricht, muss im besten Fall von seinen Partnern mit der Losen Rolle herausgezogen werden – eine Technik, die regelmäßiges Üben voraussetzt. Auch die Selbstrettung und der Schweizer Flaschenzug (bei Zweierseilschaften) sind Fähigkeiten, die Hochtourengeher beherrschen sollten, bevor sie sich ins Gletschergelände begeben.



