Clarahütte in Osttirol: Verstecktes Basislager für einsame Dreitausender
Im hintersten Winkel des Tals, wo die Hochgebirgsödnis das Grün im Talgrund zurückdrängt und die Isel noch ein unzähmbarer Wildbach ist, liegt die Clarahütte der Sektion Essen des Deutschen Alpenvereins.

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- 1. Wanderung zur Clarahütte, 2.038 m
- 2. Bergtour auf den Ahrner Kopf, 3.049 m
- 2. Bergtour zur Tredeberspitze, 3.134 m
Warum die Clarahütte im Virgental so einzigartig ist
Lang ist das Virgental. Und verschlungen. Viele lassen es auf dem Weg in den Süden rechts liegen. Denn steigt man nach der steilen Südrampe der Felbertauernstraße kurz nach Matrei nicht rechtzeitig auf die Bremse, ist man an der Abzweigung Richtung Prägraten auch schon vorbeigerauscht.
"Ich habe mich sofort in den Ort verliebt", gibt Hüttenwirt Juraj Malik zu, wenn er an den Tag zurückdenkt, als er die Clarahütte zum ersten Mal sah. Verliebt trotz oder gerade wegen ihrer Eigenheiten? Denn die Clarahütte, auf 2038 m Höhe gelegen, ist kein Schutzhaus wie jedes andere.
Es gibt höher gelegene, exponiertere Hütten und miteinander vergleichbar sind wohl die wenigsten. Das von der Sektion Essen betriebene Haus indes ist allein schon wegen seiner Lage ein Unikum.
Als die Clarahütte nämlich nach der letzten Kurve beim Aufstieg ins Blickfeld gerät, sieht es so aus, als ob sie sich verstecken wolle, so eng schmiegt sich ihr Bau an den Hang.
Der ursprüngliche, historische Teil der Hütte ist besser sichtbar, der zwischen 2013 und 2015 entstandene Neubau wurde zum Teil unter Erdreich verborgen, damit Lawinen einfach darüber hinwegrauschen können.
Dass die Hütte nicht exponiert auf einem Gratrücken steht, sondern in den Hang integriert wurde, merkt man auch beim Betreten der Gaststube. Ein Feuer prasselt im Kamin, an der Wand hängt eine Gitarre – man fühlt sich sofort geborgen. Lawinen – egal ob aus Schnee oder Geröll – können einem hier den Buckel runterrutschen. Oder besser: das Dach! "Unser Hobbit-Haus" nennt Juraj Malik seine Hütte dann auch liebevoll.

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