Drei Stunden Vorbereitung, ein Versuch
Yannick Flohé war zum ersten Mal im Val Daone. "Flow State" hatte er sich gezielt als Flash-Projekt ausgesucht. Rund drei Stunden studierte er die Züge und tauschte sich per Nachricht mit Adam Ondra über verschiedene Betas aus.
"Ich bin flüssig durch den 8A+-Teil geklettert und kam an den guten Rastpunkt", beschreibt er den Versuch. Entscheidend war der letzte große Zug auf einen abschüssigen Henkel. Dabei musste er einen schlechten Reibungstritt halten und nach einem verfehlten Griff nachgreifen.
"Flow State" durchquert ein steiles Granitdach
Die Linie führt durch ein steiles Granitdach. Der erste Teil teilt sich die Crux mit "Grizzly" (8A+), anschließend geht es über "Flow" (8B+) durch das Dach.
Pietro Vidi gelang die Erstbegehung am 17. April 2024. Er schlug 8C+ vor. Adam Ondra wiederholte den Boulder im August 2024 und merkte an, dass die Linie für kleinere Kletterer eher 8C+ sei. Inzwischen gilt 8C als Konsens.
Zweiter 8C-Flash nach "Foundation's Edge"
Im Juli 2025 hatte Flohé "Foundation's Edge" von Dave Graham in Fionnay im Flash geklettert. Es war sein erster 8C-Flash. "Flow State" bewertet er als deutlich härter: "Mein zweiter Flash in diesem Grad und definitiv der härteste bis jetzt."
Flohé hat 8C+ im Blick
Der nächste Schritt wäre ein 8C+-Flash. "Es gibt noch den ersten 8C+-Flash", sagt Flohé. Eine konkrete Linie nennt er nicht. Einige Kandidaten habe er bereits geklettert oder ausprobiert, eine Option für die nahe Zukunft aber noch im Auge.
Im Anschluss standen für Flohé die Rock Masters in Arco auf dem Programm. Bei den Männern standen Filip Schenk, Adam Ondra, Sascha Lehmann (SUI) und Yannick Flohé im Halbfinale. Schenk ließ Lehmann kaum eine Chance. Auf der anderen Seite lieferten sich Ondra und Flohé ein enges Duell – am Ende setzte sich der Tscheche durch. Flohé sicherte sich im kleinen Finale gegen Lehmann Platz drei mit einer Zehntelsekunde Vorsprung.


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