Tödlicher Absturz nahe dem Ausstieg
Am Mittwoch (07. Oktober 2026) ist ein 59-Jähriger aus dem Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich am Loser im Steirischen Salzkammergut tödlich verunglückt. Der Mann war allein auf dem Klettersteig "Sisi" in der Südwand unterwegs. Der Unfall ereignete sich auf rund 1800 m Seehöhe, kurz vor dem Ausstieg.
Nach Angaben des Ausseer Regionalfernsehens stürzte der Mann aus bislang ungeklärter Ursache zunächst in sein Klettersteigset und anschließend die Felswand hinunter. Der Notarzt des Rettungshubschraubers Martin 3 konnte nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Laut ORF sind weitere Erhebungen durch die Alpinpolizei erforderlich.
Bergrettung und zwei Hubschrauber im Einsatz
Die Bergrettung Ausseerland rückte mit fünf Bergrettern aus. Auch die Alpinpolizei und der Polizeihubschrauber waren an der Bergung beteiligt. Der Notarzthubschrauber Martin 3 war ebenfalls vor Ort. Zusätzlich unterstützte das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes Ausseerland den Einsatz. Die Bergung erfolgte mit Unterstützung des Polizeihubschraubers. Weitere Angaben zum genauen Unfallhergang lagen zunächst nicht vor.
Klettersteig Sisi: Anspruchsvolle Tour in der Loser-Südwand
Der Loser-Panorama-Klettersteig "Sisi" führt durch die Südwand des Losers im Toten Gebirge in der Steiermark. Der 2007 eröffnete Klettersteig ist nach Kaiserin Elisabeth benannt und bietet Ausblicke auf den Altausseer See und das Dachsteinmassiv. Die Route ist mit Schwierigkeit D bewertet und verlangt neben Kraft und Ausdauer vor allem Schwindelfreiheit.
Auf rund 200 Höhenmetern führt der Steig über steile Pfeiler, ausgesetzte Querungen und mehrere anspruchsvolle Wandpassagen. Die Schlüsselstelle liegt am Gipfelpfeiler: Dort wartet eine überhängende Passage im Schwierigkeitsgrad D. Insgesamt sind für den Klettersteig etwa eineinhalb Stunden reine Kletterzeit angegeben. Mit Zustieg und Abstieg beträgt die Gesamtzeit rund drei Stunden.

