Bergsteigen im Klimawandel: Der Countdown läuft
Kaum irgendwo zeigt sich die Erhitzung der Erde so drastisch wie beim Schmelzen der Gletscher. Doch der Klimawandel betrifft die gesamte Alpenregion massiv, bis hin zu Hütten und Wegen. Wie lassen sich Hochtouren noch sicher durchführen? Und wie lange noch?

- Bergsteigen im Klimawandel: Der Countdown läuft
- Klimazeiger Permafrost
- Wassermangel trifft Alpenvereinshütten
- Zusätzliches Problem: Mehr Regen - Weniger Schnee
- August ist als Hochtourenmonat passé
- Alternativen zum Wintersport: Sportklettern auch im Winter
- Hitzesommer: Worstcase Omegalage
- Sonnenbrand und Hitzeerschöpfung schon bei der Tourenplanung einberechnen
- Berge in Bewegung: Zukunftswerkstatt im Herbst
- Dem Klimawandel auf der Spur - Alpin Info und Touren
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„Das Bergsteigen in 10, 20, 30 Jahren wird völlig anders aussehen. Das wird uns als Bergsteiger betreffen – und den DAV als Verband verändern.“ Roland Stierle, Präsident des DAV, sieht eine düstere Zukunft für das hochalpine Bergsteigen, das er selbst auf hohem Niveau betrieben hat. „Wir dürfen das nicht verdrängen. Und uns nicht durch Hoffnung auf technische Lösungen den Blick aufs Ganze verstellen.“
Ist das übertrieben? Oder kommt es ohnehin zu spät angesichts der Meldungen, die mit unschöner Regelmäßigkeit aufpoppen? La Berarde zu großen Teilen unbewohnbar. Fluchthorn abgebrochen. Aufstiege zur Goûterhütte oder aufs Matterhorn aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mure zerstört Hüttenweg. Marmolada- Gletscherabbruch tötet Bergsteiger.

Der Glacier Blanc, ein Prunkstück der Dauphiné unter der Barre des Écrins, zieht sich immer weiter zurück …
Die durch menschliche Treibhausgas-Emissionen befeuerte Klimaerhitzung – wissenschaftlich so gut belegt wie nur wenige Naturphänomene – beschert uns „normale“ Naturgefahren (Stein-, Eisschlag, Muren …) häufiger und stärker als bisher und sie bringt „Naturkatastrophen“ in unbekannter Dimension. Ereignisse, die als „einmal in 100 Jahren“ klassifiziert wurden, kommen alle zehn Jahre oder noch häufiger.
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