Produkt-Check

Aufgestützt: Die besten Eispickel für Hoch- und Skitouren 2025

Von Anfang an haben Alpinisten lange Stangen mit Nägeln beschlagen mit an den Berg genommen. Inzwischen sind aus diesen Stangen moderne Eispickel geworden.

Fünf moderne Eispickel im Test. 
© Birgit Gelder

Eisgeräte für Hoch- und Skitouren im Test

Zu einer Hochtour gehört ein Eispickel. Und zwar ein „normaler“ Eispickel und kein Eisgerät, mit dem man zum Eisklettern geht. Das ist nämlich viel kürzer und für Hochtouren wenig funktionell. Hauptfunktion: Man wird vielleicht auf der Hütte als „Extremer“ wahrgenommen, aber das ist ja wahrscheinlich auch der Sinn der Eisgeräte am Hochtouren-Rucksack.

Ein Eispickel ist länger, hat keinen ausgeprägten Griff und kann sowohl als Rammpickel (mit dem Schaft in den Schnee gestoßen) als auch als Geländer- oder Schaftzugpickel (mit der Haue des Pickels in das Eis geschlagen) verwendet werden. Meist wird ein Eispickel aber als „Spazierstock­pickel“ genutzt.

Das ist auch der Grund, warum er länger als ein Eisgerät sein sollte. Je steiler das Gelände, desto kürzer darf der verwendete Eispickel sein, was natürlich auch von der Körpergröße abhängt. Im ebenen Gelände sollte der Pickel, am Kopf getragen, nicht auf den Boden reichen, sondern zehn Zentimeter Spiel haben.

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Moderne Eispickel habe eine Krümmung am Schaft. Das hat vor allem zwei Gründe. Man kann den Pickel besser hinter den Rucksackträger stecken (kurze Verwahrposition) und der Spielraum zwischen Haue und Eis wird größer. Auch lässt er sich, wenn er als Rammpickel verwendet wird, besser entfernen. Darüber hinaus haben drei der hier vorgestellten Pickel eine (verstellbare) Handauflage.

Muss ein Hochtourenpickel so etwas haben? Das kommt drauf an. Wer doch gerne mal steiler unterwegs ist oder sogar eine klassische Nordwand machen möchte, der ist hin und wieder mal froh, eine Handauflage zu haben. Und da sich die Auflagen bei allen drei Pickeln auch im Handumdrehen nach oben verschieben lassen, stören sie auch nicht im „normalen“ Gebrauch. 

Text von Olaf Perwitzschky

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