Hütte des Monats:

Wie die Zeit vergeht: Das Padasterjochhaus im Gschnitztal

Das älteste Naturfreundehaus Österreichs befindet sich hoch über dem Gschnitztal. Ein begehrtes Ziel für Bergliebhaber, die hier ein überraschend einsames Tourenangebot antreffen.

Das Padasterjochhaus ist eine der sechs Hütten, die man im Rahmen des Gschnitz­taler Hüttensterns besuchen kann.
© Stefan Herbke

Wie die Zeit vergeht: Das Padasterjochhaus im Gschnitztal

Lang, lang ist es her. Im Jahr 1962 pachteten die Eltern von Paul Pranger das Padasterjochhaus – seitdem verbringt der Gschnitztaler jeden Sommer hoch oben in den Bergen. Nachdem sein Vater eine Ganzjahresanstellung bei der Brenner-Autobahn bekommen hat, übernahm Paul zusammen mit seiner Frau Agi im Jahr 1977 die wunderschön inmitten von Wiesen gelegene Hütte. „Wir haben gesagt, wir machen das mal ein Jahr und schauen, wie uns das gefällt“, blickt er zurück, „und jetzt machen wir das bald 50 Jahre.“ Damit gehören die beiden wohl zu den ältesten Hüttenpächtern Tirols.

Rekordverdächtig ist auch der Stützpunkt selbst. Denn die im Jahr 1907 von der Wiener Sektion der Naturfreunde erbaute Hütte ist nicht nur das höchstgelegene, sondern auch das älteste Naturfreundehaus in Österreich. Von außen ein eher schmuckloser Bau mit verputzten Steinmauern und einem grünen Blechdach, dem man sein Alter durchaus ansieht. Interessant wird es erst, wenn Agi einem die Details zeigt.

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Text von Stefan Herbke

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