Skitouren am Brenner: Schneesicherheit und Powder
Der Brenner ist Schnittpunkt der Skitourengebiete von Obernberg und Pflersch. Beide Täler sind bekannt für ihre Schneesicherheit, bequem zu erreichen und blicken auf eine lange Skigeschichte zurück.

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"Wir hätten nie geglaubt, dass so viele Skitourengeher kommen", freut sich Luis Nagele beim Blick auf die volle Gaststube und die bis auf den letzten Platz belegte Sonnenterrasse, "und jetzt ist an den Wochenenden sogar gleich viel los wie damals zu Zeiten des Skigebiets."
Dabei schaute die Zukunft der wunderschön auf einem ruhigen Plateau oberhalb der Brenner-Autobahn gelegenen Sattelbergalm alles andere als rosig aus. Denn die Lifte des im Jahr 1966 eröffneten Skigebiets, nur einen Steinwurf entfernt von der Grenze zu Südtirol, liefen im Winter 2005/2006 das letzte Mal. Damit war der Sattelberg eines der ersten Skigebiete, die in Tirol schließen mussten – und die Sattelbergalm stand vor einer ziemlich ungewissen Zukunft.
Andererseits war der Sattelberg schon immer ein Skitourenberg. Bereits in den 30er- und 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts sind die Innsbrucker mit dem Zug nach Gries am Brenner gefahren und vom Bahnhof aus auf den breiten, skifreundlichen Bergrücken direkt am Alpenhauptkamm gestiegen, später kamen die Lifte – und jetzt gehört der Berg wieder den Skitourengehern.
Damit auch die schlechteren Skifahrer gut runterkommen, walzt Luis Nagele einmal in der Woche zwei Spuren vom Parkplatz bis kurz unter den Gipfel. "Bei Neuschnee präpariere ich allerdings zwei Tage nicht", erzählt der Hüttenwirt, "denn da kommen meistens eh nur die guten Skifahrer – und die schimpfen, wenn wir walzen."
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