Frühlings-Skitouren

Bike und Ski im Karwendel: Sonnenskitouren für den Spätwinter

Es gibt Tourengeher, die ihre Saison Ende März beenden. Dass man so eine Vielzahl wunderbarer Erlebnisse verpasst, zeigt unsere Karwendel-Auswahl. Denn diese Touren gehen meist erst später in der Saison.

Rauf aufs Bike und rein ins Karwendel. Mit dem Gepäck am Rücken ist man um die E-Unterstützung froh.
© Birgit Gelder

Bike und Hike-Skitouren im Karwendel: Mit elektrischer Unterstützung

Die Karwendeltäler sind lang! Sehr lang sogar. Von Scharnitz bis zum Karwendelhaus sind es 16 Kilometer. Ein großer Teil der Strecke ist flach. Wirklich Höhe gewinnt man nur ganz am Anfang und dann am Ende beim finalen Anstieg zum Karwendelhaus.

Die Skitouren im Karwendel sind schön! Sehr schön sogar. Dummerweise liegen zwischen den schönen Skitouren und deren Ausgangspunkt diese vielen flachen Kilometer. Daher waren diese Touren schon immer etwas für die recht kleine Gruppe der Bike-Skitourengeher. Mit dem Radl rein ins Karwendeltal, dann die Ski unter die Füße und nach der Tour wieder rausrollen aus dem Tal. Bei guten Bedingungen ein Traum.

Jetzt hat sich das Bike-Bergsteigen in den letzten Jahren massiv verändert. Der Grund: das E-Bike. „Ihh!“, schreien die einen, „das ist ja wie Doping.“ „Genial“, sagen die anderen, „das E-Bike ist ein super Transportmittel.“ Wir haben im vergangenen Frühjahr den Test gemacht. Einige Touren mit dem „Muskelrad“ und einige mit dem (ausgeliehenen) E-Bike. Ohne tief in die Diskussion zu diesem Thema einzusteigen: Das E-Bike vereinfacht einiges. Mit dem Effekt (zumindest für mich), dass man mit einem E-Bike öfter mal den Skitourenrucksack schultert als mit dem Muskelrad. Denn der Eingangswiderstand des Sich-Plagens ist mit E deutlich geringer, der Skigenuss höher. Und ob per Muskelkraft oder mit Unterstützung aus der Steckdose: Die Skitouren im Karwendel sind so oder so anspruchsvoll.

Karwendelfreunde spechten – abhängig von der Schneelage des vorangegangenen Winters – ab etwa Mitte April nach einer Info: Ist der Weg halbwegs frei oder liegen noch viele Lawinenkegel auf der Straße? Denn wenn das der Fall ist, macht es meist wenig Sinn, ins Tal zu fahren.

<p>Einsam: Die Östliche Karwendelspitze ist nicht viel begangen.</p>

Einsam: Die Östliche Karwendelspitze ist nicht viel begangen.

© Birgit Gelder
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Text von Olaf Perwitzschky

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